Wilhelminenspital: OP-Zentrum verzögert sich

Das neue OP-Zentrum im Wilhelminenspital verzögert sich weiter. Geplant war die Eröffnung schon für Anfang 2016, Mängel und ein Wasserschaden sorgten für eine Verschiebung. Nun dauert die Sanierung länger als gedacht.

Seit mehreren Wochen laufen die Sanierungsarbeiten im neuen OP-Zentrum des Wilhelminenspitals. Dabei hätte das Zentrum schon längst in Betrieb sein sollen - nach Baumängeln und Wasserschaden hatte der Krankenanstaltenverbund (KAV) die Inbetriebnahme von Anfang 2016 auf Frühjahr 2017 verschoben - mehr dazu in Wilhelminenspital: OP-Zentrum verzögert sich.

OP-Baustelle im Wilhelminenspital
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Das neue OP-Zentrum beim Wilhelminenspital verzögert sich weiter

Inbetriebnahme erst Ende 2017

Davon ist heute keine Rede mehr. Denn dem Wasserschaden folgte ein Schimmelbefall, dessen Behebung nun länger dauert, als ursprünglich gedacht. Inzwischen rechnet man mit einem Start Ende 2017: „Die ausführende Firma Cadolto liegt im Zeitplan. Alle sanierten Räume werden nach Abschluss der Arbeiten sorgfältig geprüft, sowohl von der Firma Cadolto als auch von den Sachverständigen des KAV. Die Inbetriebnahme hängt u. a. vom Fortschritt der Sanierungsmaßnahmen, dem Ergebnis der Überprüfungen und den behördlichen Genehmigungen ab“, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme des KAV.

OP-Baustelle im Wilhelminenspital
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Die Fertigteilbauweise sollte einen schnellen Auf- und Abbau garantieren

Dabei handelt es sich bei dem OP-Zentrum eigentlich nur um eine Zwischenlösung: Acht Operationssäle werden in den Containerbau in Fertigmodulbauweise übersiedeln. Diese Bauweise hat den Vorteil, dass Gebäude - eigentlich - schnell errichtet und ebenso leicht wieder abgetragen werden können. Das geschieht, wenn der geplante Zentralbau im Wilhelminenspital fertig ist. Dann sollen alle Leistungen unter einem Dach angeboten werden. Ursprünglich hatte man dafür 2023 anvisiert - inzwischen ist unklar, wann genau die Bauarbeiten starten sollen und wie lange das OP-Zentrum Ausweichquartier bleibt.

Keine zusätzlichen Kosten für KAV

Zusätzliche Kosten sollen dem KAV durch die Verzögerung jedenfalls keine entstehen, wurde betont. Diese trägt der Generalunternehmer. Auch die Versorgung der Patientinnen und Patienten im Wilhelminenspital sei „weiterhin voll aufrecht“.

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