EU-Ratspräsidentschaft: Keine Straßenbaustellen

Wien bereitet sich auf Österreichs Vorsitz im EU-Rat vor. Um allen Politikern und Diplomaten freie Fahrt zu ermöglichen, wird es im zweiten Halbjahr 2018 auf allen wichtigen Routen eine Aufgrabungssperre, also keine Baustellen, geben.

Zumindest was die Hauptverkehrsrouten der Stadt betrifft, wird es ein ruhiger Sommer für die Autofahrer: Für die Strecken zwischen Flughafen und Innenstadt sowie zwischen Innenstadt und dem Tagungsort, dem Austria Center Vienna, ist im zweiten Halbjahr 2018 eine so genannte Aufgrabungssperre in Kraft. Das bedeutet vor allem: keine Straßen- oder Rohrbaustellen.

Stau
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Freie Fahrt statt Stau für die EU-Diplomaten und Politiker - das will die Stadt

Verkehrsfluss soll reibungslos bleiben

„Ganz besonders wichtig ist, dass der Verkehrsfluss vom Flughafen in die Innenstadt und zum Veranstaltungsort jederzeit reibungslos abläuft. Dazu ist es notwendig, dass auf diesen Routen keine Baustellen durchgeführt werden“, erklärte Peter Lux, Tiefbaugruppenleiter bei der Stadt Wien. Konkret sollen unter anderem der Ring, die Zweierlinie, der Praterstern oder Korridore nach Schönbrunn, zum Belvedere sowie zum Flughafen - wie die Schüttelstraße oder die Erdberger Lände - freigehalten werden.

Eine Baustelle wie sie derzeit auf dem Getreidemarkt eingerichtet ist, wäre 2018 also nicht möglich. „Diese Baustellen werden jetzt durchgeführt oder dann wieder im Jahr 2019. Größere Vorhaben werden vorher abgewickelt oder aufgeschoben. Kleine Vorhaben anders koordiniert“, so Lux - mehr dazu in Erste Sommerbaustelle mit Staugefahr.

Bauarbeiten Getreidemarkt starten
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Baustellen wie etwa am Getreidemarkt soll es 2018 nicht geben

Baustellensommer dennoch geplant

Durch Planung im Vorfeld soll dennoch keine Arbeit liegen bleiben, betonte Wiens Straßenbauchef. Autofahrer sollten sich deshalb nicht zu früh auf einen ruhigen Sommer freuen: „Selbstverständlich wird es auch 2018 einen Baustellensommer geben. Er wird nur auf anderen Straßenabschnitten stattfinden als auf denen, die wir für die Ratspräsidentschaft freihalten.“ Im vergangenen Jahr hat der Baustellensommer ja für viel Stau und heftige Kritik gesorgt - mehr dazu in Baustellensommer: Stadt besserte nach.

Großprojekte wie die Umgestaltung des Schwedenplatzes sind laut Lux von dieser Aufgrabungssperre nicht betroffen. Aufgrabungssperren bzw. Koordinierungssperren sind nichts gänzlich Neues in der Stadt: Ähnlich ist man auch schon bei anderen Großereignissen wie etwa dem Eurovision Song Contest oder der Fußball-Europameisterschaft vorgegangen.

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