Kern führt Wiener SPÖ-Landesliste an

Die Wiener SPÖ hat am Montag ihre Wahlkampfstrategie für die Nationalratswahl diskutiert. Details dazu gibt es vorerst keine. Lediglich der Name jener Person, die die Wiener Landesliste anführen wird, wurde verraten: Kanzler Christian Kern.

„Wahlkampfstrategien bespricht man mit Freunden“, begründete Häupl nach den Gremiensitzungen den Verzicht auf nähere Erläuterungen. Seine eigene Nachfolge - Häupl hat bereits angekündigt, sich nach dem Urnengang im Bund zurückzuziehen - sei kein Thema gewesen. Man konzentriere sich derzeit ausschließlich darauf, einen Beitrag für den Erfolg der SPÖ zu leisten, beschied das Stadtoberhaupt.

Häupl: „Über Koalitionen reden wir nach einer Wahl“

Dass sich die parteiinternen Streitigkeiten der vergangenen Monate auf das Engagement der Wiener Roten im Wahlkampf auswirken könnten, glaubt Häupl nicht: „Wir ziehen jetzt in eine Wahlauseinandersetzung und das machen wir gemeinsam.“ Wie es dann auf Bundesebene weitergehe, sei offen: „Über Koalitionen reden wir nach einer Wahl und nicht vorher.“

Befragt zu einer möglichen Zusammenarbeit mit der FPÖ verwies er auf den bereits oft zitierten Bundesparteitagsbeschluss, der eine solche ausschließe. „Wenn man das anders will, muss man einen neuen Bundesparteitagsbeschluss herbeiführen“, gab Häupl zu bedenken. Auch eine Mitgliederbefragung sei möglich: „Was mir noch lieber wäre.“ Seine Haltung zur FPÖ, so fügte er hinzu, sei jedoch bekannt.

Kern als Nachfolger „der größte Blödsinn“

Die Wiener Landesliste wird am 23. Juni erstellt, wobei Christian Kern wie erwartet als Wiener Spitzenkandidat fungieren wird. Auf die Frage, ob es möglich sei, dass Kern Wiener Bürgermeister wird, falls die SPÖ im Bund in Opposition gehen müsste, meinte Häupl: „Das ist wohl der größte Blödsinn, den ich jemals in meinem Leben gehört habe.“

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