Autist seit eineinhalb Jahren vermisst

Vor mehr als eineinhalb Jahren ist ein heute 24-jähriger Wiener aus einer Behinderten-Werkstatt davongelaufen. Arian ist Autist und braucht Unterstützung. Wo er sich jetzt aufhält, ist nach wie vor ungewiss - trotz intensiver Suche.

Vor drei Wochen ist Arians Fall in der deutschen Fernsehsendung „Aktenzeichen XY“ gezeigt worden. 90 Menschen haben sich danach bisher im Kompetenzzentrum für abgängige Personen im Bundeskriminalamt in Wien gemeldet, sie wollen Arian gesehen haben. Zwei konkretere Spuren führen nach Deutschland in Flüchtlingsheime, alle Hinweise werden jetzt genau überprüft.

Arian
privat
Eines der letzten Fotos vor Arians Verschwinden

Die Eltern glauben, dass sich ihr Sohn dem Flüchtlingsstrom 2015 angeschlossen hat. Schon im Kindesalter war Arian gerne unterwegs und verreiste oft mit seiner Familie. „Er würde unter den Flüchtlingen überhaupt nicht auffallen, er ist ja halb Iraner, halb Österreicher“, so Arians Mutter Regina Schramm-Saraie. Zudem spreche er auch persisch. Sie hält es für möglich, dass er eine neue Identität angenommen hat.

Ermittler schließen Einrichtungen in Österreich aus

„Was wir mit hoher Sicherheit abgeklärt haben, ist, dass er sich nicht in einer Betreuungseinrichtung in Österreich befindet“, sagte Stefan Mayer vom Bundeskriminalamt. Europaweit gebe es natürlich hunderte Betreuungseinrichtungen, diese könne man nicht ausschließen. Und: „Wenn er jetzt bei einer Privatperson lebt, dann ist natürlich Österreich genauso möglich wie Deutschland oder ganz Europa“, so Mayer.

Wiener Autist seit eineinhalb Jahren vermisst

Der 24-jährige Arian ist seit rund eineinhalb Jahren verschwunden. Seine Angehörigen suchen verzweifelt nach ihm, bis jetzt ohne Erfolg.

Am 9. November 2015 verschwand der inzwischen 24-Jährige. Da Arian weder Papiere noch Geld hat, bezweifeln die Ermittler, dass er alleine unterwegs war. Er müsste nach seinem Verschwinden aus der Tagesstätte eine Bezugsperson gehabt haben, die ihn unterstützt habe, glaubt Mayer. Man habe dazu aber nach wie vor keine konkreten Angaben. Die Familie hofft auf baldige Hinweise: „Diese Ungewissheit ist eine sehr große Belastung“, sagte Regina Schramm-Saraie. Hinweise nimmt Bundeskriminalamt entgegen.

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