Parlament: Bei Sanierung wird nachverhandelt

Bei den Sanierungskosten für das Parlament wird nun nachverhandelt. Alle drei vorliegenden Baumeisterangebote liegen deutlich über der festgesetzten Obergrenze. Eine Neuausschreibung gibt es trotzdem nicht.

In der vergangenen Woche fiel die Entscheidung, dass man statt einer Neuausschreibung mit den drei Anbietern nachverhandeln will, berichtete das Ö1-Morgenjournal am Sonntag. Die Verhandlungen sollen ab Montag beginnen und werden „Workshops“ genannt. Dabei sollen Möglichkeiten gefunden werden, wie bei gleichem Leistungsumfang die Kostenobergrenze eingehalten werden kann.

Parlament hält an Zeitplan fest

Die Obergrenze liegt dem Vernehmen nach bei 50 Millionen Euro - nur für die Baumeisterarbeiten. Um wieviel die Angebote über dieser Grenze liegen, wollte man im Hohen Haus nicht sagen. Es werden Preisabsprachen vermutet, berichtete die „Presse“ kürzlich - mehr dazu in Parlamentsumbau: Preisabsprachen vermutet.

Am Zeitplan werde sich jedenfalls nichts ändern, wurde betont. Bis 10. August übersiedeln derzeit 700 Arbeitsplätze in Ausweichquartiere - mehr dazu in Parlament: Übersiedlung gestartet. Am 28. August sollen dann die Sanierungsarbeiten beginnen, mit Sicherungsmaßnahmen und Abbauarbeiten. Die eigentlichen Baumeisterarbeiten stehen erst später auf dem Plan.

Inventar des Plenarsaals wird versteigert

Die Sanierung soll drei Jahre dauern und insgesamt 352 Millionen Euro kosten. Nicht nur die Technik wird dabei erneuert, auch die Mitarbeiter und Besucher bekommen mehr Platz. Große Teile des Inventars im Plenarsaal kommen unter den Hammer. Ab Mitte August kommen unter anderem die 183 Abgeordnetensessel online im Dorotheum unter den Hammer - mehr dazu in Die letzten Tage vor dem Parlamentsumbau.

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