Aslan-Studie: Magistrat prüft rechtliche Schritte

Die für Kindergärten zuständige Magistratsabteilung 11 (MA 11) lässt nun im Streit über die Kindergartenstudie rechtliche Schritte gegen Ednan Aslan prüfen. Er hat in Zusammenhang mit seiner Studie über Islamkindergärten schwere Vorwürfe gegen die Stadt Wien erhoben.

„Es sind schwerwiegende Vorwürfe, die Ednan Aslan gegen die MA 11 erhoben hat“, sagt ein Sprecher der MA 11. „Diese kann man eigentlich nicht auf sich sitzen lassen. Die MA 11 prüft, was sie dem – auch rechtlich – entgegensetzen kann“, wird der Sprecher im „Standard“ zitiert.

Aslan behauptet, dass Beamte der MA 11 eine ehemalige Mitarbeiterin Aslans unter Druck setzen, um „Einfluss auf das Prüfverfahren“ zu nehmen - mehr dazu in Aslan-Studie: Autor mit Vorwürfen gegen Stadt .

Deckblatt zu Aslan-Studie "Islamistische Radikalisierung"
ORF
Die Studie wird unter der Leitung von Ednan Aslan erstellt

Warten auf Aslans Antwort

Die Österreichische Agentur für wissenschaftliche Integrität (ÖAWI) veröffentlichte eine erste Zwischenbilanz zum Prüfverfahren in der Causa Islamkindergärtenstudie. Man habe Aslan die Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben, dieser habe eine „zeitnahe“ Antwort versprochen, aber noch nicht eingereicht. Selbiges gelte für das Außenministerium, heißt es in der Stellungnahme des ÖAWI.

Die Kommission habe zudem Kontakt zu potenziellen Gutachtern aufgenommen. Dabei handelt sich um Experten für „Früh- beziehungsweise Elementarpädagogik, islamische Religionspädagogik sowie Wissenschaftssoziologie“. Wobei Letztere mögliche Gutachter mit einem Fokus „auf Fragen der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis im Bereich der wissenschaftlichen Politikberatung“ seien.

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