Weißhandgibbon-Junges als Besucherliebling

Acht Jahre ist es her, dass die Weißhandgibbons im Tiergarten Schönbrunn Nachwuchs bekommen haben. Samuk lebt mittlerweile im Salzburger Zoo. Nun freuen sich Besucher und Tiergarten wieder über einen neugeborenen Gibbon.

„Gibbons sind in den Regenwäldern Südostasiens zuhause. Mit ihren langen Armen hangeln sie sich von Ast zu Ast. Die Mutter trägt ihr Baby in den ersten Monaten mit sich. Selbst wenn sich die Mutter akrobatisch durch die Lüfte schwingt, ist das Kleine mit dabei“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Auch der neugeborene Nachwuchs in Schönbrunn bildet da keine Ausnahme. Ganz eng kuschelt sich das kleine Äffchen an die Mutter. Das nur von einem feinen Flaum bedeckte Tier ist schwer im Fell der Mutter Sipura auszumachen. Vater Rao wird ein gefragter Spielgefährte werden, wenn das Jungtier zu klettern beginnt.

Lautstarke Gesänge im Duett

Der Gibbon-Nachwuchs kam am 25. August auf die Welt. Sein Geschlecht konnten die Pfleger bisher nicht erkennen. Erst mit drei Monaten lässt die Mutter zu, dass das Kleine erste Kletterversuche unternimmt. Gibbon-Jungtiere werden bis zu zwei Jahre lang gesäugt. Bereits mit einem halben Jahr beginnen sie aber, auch Gemüse, Früchte, Blätter und Insekten zu fressen. Mit etwa sechs Jahren, wenn sie geschlechtsreif werden, müssen sich die jungen Erwachsenen ein eigenes Revier suchen.

Gibbons sind monogam und leben in fixen Revieren. Diese markieren sie durch ihren typischen Morgengesang. Die Paare singen dabei lautstark im Duett. Weißhandgibbons sind wie alle Gibbon-Arten gefährdet. Hauptbedrohung ist die Zerstörung der Regenwälder. Außerdem werden Gibbons zum Verzehr und für den Verkauf als Haustiere gefangen. In Zoos wird diese bedrohte Affenart im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) gezüchtet.

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