Niki: Lauda wäre selbst operativ tätig

Niki Lauda hat gemeinsam mit zwei Partnern für Teile der insolventen Air Berlin geboten - insbesondere für die einst von ihm gegründete Fluglinie Niki. Im Fall eines Zuschlags würde er selbst operativ tätig sein, erklärte er nun.

Er würde er eine aktive Rolle in der Fluglinie spielen, sagte Lauda am Freitag der „ZiB 1“. „Am Anfang musst du logischerweise mit dabei sein“, so Lauda. Zugleich verwies er auf ein gutes Team um sich, und es gebe auch gute Leute bei Niki, die er natürlich heute noch kenne.

Niki Lauda
APA/Erwin Scheriau

Lauda brachte zusammen mit dem Reisekonzern Thomas Cook und dessen Tochter Condor ein Angebot für Teile der Air Berlin ein, insgesamt bietet er 100 Millionen Euro - mehr dazu in Lauda bietet 100 Mio. Euro für Air Berlin. Er macht in den vergangenen Tagen kein Geheimnis daraus, dass es ihm dabei um den Rückkauf der von ihm gegründeten und an Air Berlin verkauften Airline Niki geht.

Mitarbeiterübernahme „natürlich“

Zum konkreten Angebot für Niki bzw. Air-Berlin-Teile sagte Lauda am Freitagabend, im Großen und Ganzen gehe es um die 22 Niki-Flugzeuge, dann gebe es noch 14 TUI-Flugzeuge, die natürlich irgendwo im Raum stünden zwischen Air Berlin und Niki. Und „natürlich“ gehe es um die Mitarbeiterübernahme. Der Partner Condor interessiert sich laut Lauda für Lang- und Kurzstreckenflüge.

„ZiB 1“: Lauda will selbst aktiv sein

Bis Freitagnachmittag konnten für Teile der Air Berlin Angebote gelegt werden. Niki Lauda will bei einem Zuschlag wieder selbst aktiv sein.

Frist für Angebote endete am Freitag

Im Rennen um die insolvente Air Berlin ist nun die erste Etappe beendet. Bis zum Fristende am Freitag gingen mindestens fünf Angebote für die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft ein. Bieter sind neben Niki Lauda/Condor, die Lufthansa, Zeitfracht, Easyjet und der deutsche Unternehmer Utz Claassen.

Ein Angebot hatte auch der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl angekündigt. Ob er tatsächlich zu den Bietern zählt, war zunächst nicht zu erfahren. Der Geschäftsführer der chinesischen Betreibergesellschaft des Flughafens Parchim, Jonathan Pang, bat um Zeit für ein Angebot bis zum 22. September. Ein Air-Berlin-Sprecher sagte dazu jedoch: „Es gelten für alle die gleichen Regeln.“

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