NEOS präsentiert „Lobautunnel light“

NEOS Wien schlägt eine streckenmäßig kürzere Ostumfahrung vor - mit einer Kombination aus Brücke und kurzem Tunnel. Sie soll mit geschätzten Gesamtbaukosten von 930 Millionen Euro um rund eine Milliarde Euro günstiger sein.

Derzeit sieht die eingereichte Variante einen acht Kilometer langen Tunnel vor. Diese Lösung würde die Bedürfnisse der Donaustädter und Floridsdorfer ignorieren, kritisiert NEOS. Darüber hinaus sei sie die „am schlechtesten umsetzbare, teuerste und siedlungs- sowie umweltpolitisch fragwürdigste Variante.“ Das hätte man schon 2002 festgestellt, als im Rahmen der strategischen Umweltprüfung vier Varianten untersucht wurden.

NEOS Lobautunnel
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Der Vorschlag von NEOS

Rund eine Milliarde billiger

Keiner der Experten hat laut NEOS den Trassenverlauf, wie er nun gebaut werden soll, empfohlen. „Vielmehr haben sich zwei Landesfürsten die Sache einfach untereinander ausgemacht“, kritisiert Beate Meinl-Reisinger, Klubvorsitzende von NEOS Wien. Die geplante Variante würde entgegen allen Empfehlungen von Experten umgesetzt, sagt sie.

Die Kosten für den Lobautunnel belaufen sich offiziell auf 1,9 Milliarden Euro. Laut Schätzung von NEOS Wien kommt man für den Bau plus 30 Jahre Betriebszeit auf Gesamtkosten in Höhe von rund 4,5 Milliarden Euro. Im Vergleich sei die NEOS-Variante um rund eine Milliarde Euro günstiger. Ein Teil des eingesparten Geldes sollte dann - nach NEOS-Plänen - in Verkehrsmaßnahmen in Donaustadt und Floridsdorf investiert werden, die vor allem schnell Abhilfe schaffen sollen.

Bundesverwaltungsgericht
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Derzeit ist das Bundesverwaltungsgericht am Zug

Tunnel und Brücke „enden in OMV-Tanklager“

Für Rüdiger Maresch, Verkehrssprecher der Grünen, sind Brücke und Tunnel keine Lösung. Die Idee sei außerdem nicht neu: „Beides endet, wenn man so will, im Tanklager der OMV, einer der größten Altlasten Österreichs. Ökologisch ist das eine Katastrophe.“

NEOS: Eigener Vorschlag zum Lobautunnel

Günstiger und kürzer: So der NEOS Vorschlag zum geplanten umstrittenen Lobautunnel. Die Strecke wäre aber in der Nähe von bewohntem Gebiet.

Derzeit ist das Bundesverwaltungsgericht wegen der Lärmbelästigung am Zug - wo die Autos künftig rollen, wird also vor allem dort entschieden. Denn: Im Gerichtsverfahren zum Bau des Tunnels liegen die ersten Gutachten bereits vor. Laut ASFINAG sind sechs von sieben Gutachten positiv - mehr dazu in ASFINAG: Positive Gutachten für Lobautunnel (wien.ORF.at).

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