Wachsoldat erschoss Kameraden

In einem Amtsgebäude des österreichischen Bundesheeres in der Vorgartenstraße in der Leopoldstadt ist Montagabend ein 20-jähriger Wachsoldat von einem Kameraden erschossen worden. Die genauen Hintergründe sind noch unklar.

Der Vorfall ereignete sich um 19.13 Uhr in einem Wachlokal im Amtsgebäude. Die beiden Soldaten dürften gemeinsam Wachdienst versehen haben, als der tödliche Schuss fiel, wie Oberst Michael Bauer vom Verteidigungsministerium sagte. Bei dem getöteten Mann handelt es sich um einen 20-jährigen Wiener. Die sofort verständigte Rettung konnte das Leben des Rekruten nicht mehr retten.

Sein Kamerad, ein 22-jähriger Soldat, dürfte den jungen Mann mit seinem Sturmgewehr 77 getroffen haben. Das Militärkommando Wien habe eine Untersuchung eingeleitet, so Bauer. Beim Bundesheer herrsche „große Trauer und Bestürzung“.

Hintergründe noch völlig unklar

Die Ursache und der Hergang des Vorfalls ist laut Bauer derzeit „noch völlig unklar“: Ob der Soldat absichtlich geschossen hatte oder ob sich ein Schuss gelöst hatte, muss noch geklärt werden. Die Polizei hat mittlerweile die Ermittlungen übernommen. Zu klären sei außerdem, ob die Waffe ordnungsgemäß gesichert war, so Polizeisprecher Patrick Maierhofer.

Laut Polizeisprecher wurde der Soldat im Kopfbereich getroffen. Der 22-jährige Soldat, aus dessen Waffe der Schuss gekommen sein soll, wurde festgenommen und wird befragt. Eine dritte Person befand sich laut Polizei während des Vorfalls im Nebenzimmer. Die Familie des Opfers musste vom Kriseninterventionsteam betreut werden.

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