Opposition über Poller erfreut

Zufrieden mit Pollern als Abwehrmaßnahme gegen mögliche Terrorangriffe in Wien haben sich FPÖ, ÖVP und Wirtschaftskammer gezeigt. Die Stadt will im Frühjahr 2018 ja zunächst an drei Orten in Wien Poller errichten.

„Das hat die FPÖ schon lange gefordert, endlich denkt man beim Terrorschutz nicht nur an das Bundeskanzleramt, sondern auch an die Bevölkerung“, sagte der Wiener Vizebürgermeister Johann Gudenus (FPÖ). Er forderte auch gleich weitgehendere Maßnahmen, die Poller seien nur ein erster Schritt einer wirklich effektiven Terrorbekämpfung.

Laut Gudenus muss die Stadt auch dafür sorgen, dass Terroristen in Wien keine Zukunft haben: „Sie muss jetzt die Förderungen für radikalislamistische Vereine stoppen, die umstrittenen Koranverteilungen, im Zuge derer vor unseren Augen radikalisiert wird, verbieten und die islamischen Kindergärten endlich schließen, anstatt konsequent bei der Radikalisierung der Kleinsten wegzuschauen.“

ÖVP begrüßt lange geforderten Schritt

Auch die ÖVP begrüßte die Maßnahme. Seit Längerem habe man darauf hingewiesen, dass die Stadt Wien säumig sei, Sicherheitsmaßnahmen zu treffen, um Einkaufsstraßen, Touristenzentren und Märkte zu schützen, sagte der Sicherheitssprecher der ÖVP Wien, Wolfgang Ulm. Dass nun seitens der Stadt in Zusammenarbeit mit der Polizei die ersten Schritte für Sicherheitsvorkehrungen im öffentlichen Raum gemacht werden, sei daher durchaus zu begrüßen. Jetzt müsse es vor allem darum gehen, diese Maßnahmen auch planmäßig umzusetzen. Im Sinne der Wienerinnen und Wiener dürften diese nicht länger auf die lange Bank geschoben werden, so Ulm.

Sicherheitskonzept auch für Naschmarkt

Ähnlich auch die Wirtschaftskammer: Damit werde das subjektive Sicherheitsgefühl der Wiener wieder gestärkt, sagte Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien. Speziell dort, wo viele Menschen unterwegs seien, brauche es wirkungsvolle Maßnahmen. Poller auf dem Stephansplatz, der Kärntner und Mariahilfer Straße seien ein „guter Anfang“.

Es brauche aber auch ein umfassendes Sicherheitskonzept für andere Orte wie den Naschmarkt. Dabei sei es wichtig, das Stadtbild zu berücksichtigen. Zudem müsse natürlich gewährleistet sein, dass Lieferanten und Kunden weiterhin die Geschäfte in den Einkaufsstraßen erreichen, so Trefelik.

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