Rauchverbot: Kammer fürchtet kein Wirtesterben

In einem halben Jahr gilt das generelle Rauchverbot in Lokalen. Die Wiener Wirtschaftskammer rechnet zwar mit einem zeitweiligen Umsatzeinbruch - ein großes Wirtesterben befürchtet sie aber nicht.

Dennoch ist für die Wirtschaftskammer das Gesetz noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Denn die rund 250 Shisha-Bars in Wien mit rund 5.000 Mitarbeitern drohen dem generellen Rauchverbot zum Opfer zu fallen. Die Wasserpfeifenlokale müssen wohl schließen, kritisiert Peter Dobcak, Gastronomie-Spartenobmann in der Wiener Wirtschaftskammer. „Wenn ganze Geschäftszweige wie Shisha-Lokale ihrer Existenz beraubt sind, dann muss man schon darüber nachdenken, ob man das in dieser Konsequenz durchzieht.“

Probleme nur für Raucherlokale

Das große Wirtesterben befürchtet Dobcak hingegen nicht. Probleme könnten nur jene haben, die seit Jahrzehnten Rauchen als Bestandteil ihres Lokalkonzepts sehen. „Wenn das jetzt wegfällt, ist das für diese Betriebe oft das Todesurteil.“

Für die Mehrheit der rund 9.000 Gastronomiebetriebe in Wien vermutet der Kammervertreter nur vorübergehende Umsatzeinbußen durch das generelle Rauchverbot. „Bis sich die Gäste wieder daran gewöhnt haben und wieder in ihre Lokalroutine zurückkehren.“ Ab 1. Mai tritt das generelle Rauchverbot in Lokalen in Kraft.

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