Start für „Stadtauto“ zum Teilen

Nicht alle Carsharing-Angebot in Wien haben Erfolge eingefahren. Nach dem Aus von Zipcar übernimmt ein neuer Anbieter die freien Parkplätze. Das „Stadtauto“ setzt langfristig auf Elektromobilität und bietet Hybrid-Autos.

Insgesamt gibt es rund 1.300 Fahrzeuge zum Teilen in Wien, neben Car2go und DriveNow wird „Stadtauto“ der dritte große Anbieter. Mit dem neuen Carsharing-Angebot übernimmt die Firma greenmove die Standorte des Anbieters Zipcar, der sich aus dem Wiener Markt zurückgezogen hat. Bis April 2018 sollen 60 Standorte in Betrieb gehen - mehr dazu in Carsharing mit Hybridautos startet.

Der größte Unterschied von „Stadtauto“ zu den anderen Anbietern ist neben den Hybrid-Autos die Konzentration auf einen Fahrzeug-Typ, einen Hyundai Ioniq. Der erste Standplatz ist am Montag in der Lindengasse in Neubau in Betrieb genommen worden.

Carsharing-Auto "Stadtauto"
ORF
Die Hybridfahrzeuge sollen künftig durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden

Vier Unternehmen hätten Interesse an den freigewordenen Carsharing-Plätze gehabt. Dass die Hybrid-Wagen von „Stadtauto“ später in reine E-Autos getauscht werden war ausschlaggebend. Außerdem hält die Stadt am standortbasierten Carsharing fest.

„Ich denke, es braucht beide Formen, des Carsharings. Klar sind natürlich die Freefloater sehr, sehr beliebt. Aber es gibt ja auch all diejenigen, die ihre Reisen im vorraus planen müssen, insbesondere Familien mit kleinen Kindern und deshalb ist es gut, dass sich jetzt jemand gefunden hat, der die alten Standorte übernimmt und das Angebot ergänzt“, meinte Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) am Montag gegenüber „Wien heute“.

Neuer Versuch: Carsharing mit fixen Plätzen

Ein neuer Carsharing-Anbieter übernimmt die freigewordenen Plätze von „Zipcar“. Dabei sind die Leihautos fixen Parkplätzen zugeordnet.

Zu wenige E-Tankstellen

Laut Carsharing Wien gibt es insgesamt etwa 1.300 Fahrzeuge zum Teilen in der Stadt. Greenmove setzt vorerst Hybridfahrzeuge ein, die nach und nach durch Elektroautos ausgetauscht werden sollen.

Vor der Umstellung wolle man die Infrastruktur schaffen, hieß es von Verkehrsstadträtin Vassilakou. Die Stundengebühr liegt bei zwölf Euro. Um das Stadtauto nutzen zu können, muss man allerdings ein Abo gegen eine jährliche Grundgebühr abschließen. Besitzer einer Jahreskarte der Wiener Linien bekommen Rabatt - mehr dazu in Stadt verspricht 500 neue E-Ladesäulen.

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