Erster Adventsamstag: Wiener Handel zufrieden

Die Stimmung unter den Wiener Händlern sei gut, zieht deren Obmann Rainer Trefelik nach dem ersten Einkaufssamstag im Advent Bilanz. Um Staus zu vermeiden trat auch wieder ein Fahrverbot für Busse in der Innenstadt in Kraft.

Konkrete Zahlen nannte Trefelik am Samstag auf „Wien heute“-Anfrage keine. Diese seien auch nicht besonders aussagekräftig für das Weihnachtsgeschäft, so der Spartenobmann in der Wiener Wirtschaftskammer. Am ersten Adventsamstag würden die meisten Leute eher schauen als kaufen.

Handel freut sich über Schnee

Laut einer Prognose der Kammer im Vorfeld ist heuer Designware aus dem Eisenhandel sehr gefragt. Besonders im Trend liegen etwa pastellfarbenes Emailgeschirr und handgeschmiedete Küchenmesser. Eine „Rückbesinnung“ auf einfaches Design und traditionelle Herstellungsmethoden bestimmen auch bei Küchengeräten die diesjährigen Vorlieben, hieß es. Espressokannen oder exklusive Teekannen gelten hier als beliebte Präsente.

Aber auch warme Winterkleidung wird wohl - dem Wetter entsprechend - häufig gekauft werden. „Der erste Schnee hat den Winter in die Stadt gebracht. Das ist mit der funkelnden Lichterpracht in den Einkaufsstraßen eine ausgezeichnete Ausgangslage für einen Ansturm von Geschenkekäufern“, zeigte sich Trefelik im Vorfeld zuversichtlich. Erwartet wurden mit rund 345 Mio. Euro insgesamt Umsätze „auf dem hohen Niveau des Vorjahres“ - mehr dazu in Weihnachtsumsatz auf Vorjahresniveau erwartet.

Busverbot in City

An den vier Adventsamstagen gilt in der Wiener Innenstadt wieder ein Fahrverbot für Touristenbusse. Erlaubt ist die Einfahrt nur mit einer speziellen Karte. Grund für die Maßnahme ist laut Stadt der Zustrom von Tagesgästen an den Adventsamstagen zu den Christkindlmärkten und Einkaufsstraßen in Wien. Mit der Begrenzung der Zahl der Busse sollen Staus eingedämmt werden - und damit auch die Belastungen für den Individualverkehr und die Anrainer.

Das Busfahrverbot gilt an allen vier Adventsamstagen im ersten, sechsten, siebenten, achten und neunten Bezirk von 6.00 bis 20.00 Uhr. Auch die Zufahrt zum Schwedenplatz ist ohne Einfahrtskarte für Busse nicht möglich. Linienbusse sind vom Busfahrverbot ausgenommen

Kontingent für erste zwei Samstage erschöpft

Pro Tag werden 300 Einfahrtsgenehmigungen verteilt - die ersten beiden Adventsamstage sind auch schon ausgebucht. Bussen mit Einfahrtskarte steht ein kostenloser Parkplatz zur Verfügung, zudem können sie eine Ein- und Ausstiegstelle am Museumsplatz nützen. Busse ohne Einfahrtsgenehmigung werden zu Aus- bzw. Einstiegsstellen in der Nähe von U-Bahn-Stationen umgeleitet, etwa zum Praterstern.

Für den allgemeinen Verkehr werden von der Polizei bei Bedarf Straßen rund um die Rotenturmstraße im ersten Bezirk gesperrt: Neben der Brandstätte ab dem Hohen Markt und dem Lichtensteg ab dem Bauernmarkt ist diesmal auch die Tuchlauben ab dem Hohen Markt betroffen. Anrainer, Lieferfahrzeuge, Linienbusse, Taxis und Fiaker können jedoch trotzdem zufahren.

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