Mädchen sagten gegen Volleyballtrainer aus

Mehrere Sportverbände sind derzeit mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert. Auch einem Wiener Volleyballtrainer wird sexuelle Belästigung in ein paar Dutzend Fällen vorgeworfen. Die betroffenen Mädchen sagten inzwischen aus.

Sieben Mädchen erlebten nach eigenen Angaben mit ihrem Volleyballtrainer einen Alptraum. Das jüngste Opfer war damals sieben Jahre alt. Die Mädchen wurden mittlerweile von einem Richter befragt. Die Aussagen wurden auf Video aufgezeichnet, damit sie beim Prozess nicht mehr auf die Zeugenbank müssen. Damit will man die Betroffenen schützen.

Kabine Volleyball
ORF
Beim Volleyballverband fordert man nun Leumundszeugnisse ein

Vorfälle in Wien und Kärnten

Insgesamt wird aber noch weiter gegen den mutmaßlichen Kinderschänder ermittelt. Er soll sich vor allem in seiner Zeit als Volleyballtrainer bei einem renommierten Wiener Verein an seinen Schützlingen vergriffen haben. Darüber hinaus dürfte er Dutzende Mädchen sexuell belästigt haben - in Wien und auch in Kärnten. Im Mai wurde der Verdacht bekannt - mehr dazu in 57 mögliche Opfer von Volleyball-Trainer.

Ehrenkodex für Sporttrainer

Dem Wiener Volleyball-Urgestein Peter Kleinmann zufolge haben die Vereine aus dem Fall ihre Lehren gezogen. Die Trainer müssen einen Ehrenkodex unterschreiben. Es gibt außerdem Schulungen mit dem Verein „100% Sport“, bei welchen gelehrt wird, was beim Training erlaubt ist und wo eine rote Linie überschritten wird - mehr dazu in Volleyball-Verband fordert Leumundszeugnisse.

Peter Seisenbacher
APA/Helmut Fohringer
Judo-Doppelolympiasieger Peter Seisenbacher soll sich laut Anklage der Staatsanwaltschaft Wien an unmündigen Mädchen vergangen haben

Vorwürfe an mehrere Sportverbände

Am Dienstag brachte außerdem Nicola Werdenigg bezüglich Missbrauchs im Skisport einen weiteren Stein ins Rollen. Namen nannte die Ex-Rennläuferin bisher nicht. Das wird sie aber wohl bei einem Treffen auf Initiative der Staatsanwaltschaft Innsbruck tun - mehr dazu in Missbrauch: Werdenigg trifft Ermittler (tirol.ORF.at).

Erst am Montag entschuldigte sich der Judoverband (ÖJV) im Zusammenhang mit Missbrauchsvorwürfen gegenüber dem Doppelolympiasieger Peter Seisenbacher - für „etwaige Vorfälle und bei möglichen Opfern“ - mehr dazu in Missbrauchsvorwürfe: ÖJV entschuldigt sich (wien.ORF.at).

Link:

Werbung X