Neues „Traumazentrum“ in Betrieb

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) bündelt die Behandlung Schwerstverletzter in einem „Traumazentrum“ im Unfallkrankenhaus Meidling. Die Entscheidung war nicht unumstritten.

Das „Traumazentrum“ hat im Unfallkrankenhaus Meidling seinen offiziellen Sitz. Doch auch im Unfallkrankenhaus Lorenz-Böhler soll weiter erstversorgt werden. Die zwei Standorte bleiben also bestehen, allerdings haben sie neue Schwerpunkte. Meidling ist ab sofort vor allem für Notfälle zuständig, das Lorenz-Böhler für die Nachbehandlung schwerer Verletzungen. Polytraumapatienten werden damit in erster Linie nach Meidling gebracht.

UKH Meidling
ORF.at/Dominique Hammer
Das Unfallkrankenhaus in Meidling als erste Anlaufstelle für Schwerstverletzte

Standortübergreifende Spezialteams

Zusätzlich zur neuen Schwerpunktsetzung gibt es ab sofort auch standortübergreifende Spezialteams. So soll rund um die Uhr ein entsprechender Spezialist zur Verfügung stehen. In den Wiener AUVA Standorten werden jährlich rund 150.000 Patienten versorgt.

„Wir sind getrieben von dem Bestreben, medizinisch besser zu werden“, sagte Obmann der AUVA, Anton Ofner. Bisher hätten beide Wiener Standorte weitgehend dasselbe gemacht. Man habe hinterfragt, ob dies - in Zeiten, in denen sich die Medizin immer mehr spezialisiere - noch vernünftig sei. Letztendlich habe man sich für eine Aufteilung entschieden.

Lorenz Böhler Krankenhaus
ORF
Der Schockraum im Lorenz-Böhler-Spital bleibt weiter bestehen

Lorenz-Böhler-Schockraum bleibt

Dass der für die Erstbehandlung von Notfällen eingerichtete Bereich im Lorenz-Böhler-Spital seit Frühjahr 2017 von Samstag bis Dienstagfrüh nicht mehr wie bisher betrieben wurde, hatte für Kritik gesorgt - mehr dazu in Spital muss Schockraumpatienten abweisen. Schon damals war mit „notwendigen Strukturänderungen“ argumentiert worden.

Aber auch das „Lorenz Böhler“ übernehme weiterhin Akutfälle, auch am Wochenende - Wenn das notwenidg sei, heißt es von der AUVA. Man könne den Schockraum in der Brigittenau nämlich „binnen Minuten“ in Betrieb nehmen. Entsprechendes Personal werde dort vorhanden sein - mehr dazu in Lorenz-Böhler-Schockraum bleibt.

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