90 Demonstranten gegen Opernball

Vor der Eröffnung des 62. Opernballs sind Gegendemonstranten durch die Stadt gezogen. Laut Veranstalter gab es 200 Teilnehmer, nach Polizeiangaben 90 Personen. Die Polizei hatte vorsorglich ein Platzverbot rund um die Oper erlassen.

Die Kommunistische Jugend Österreichs (KJÖ) hatte zur Kundgebung mit dem bereits wohlbekannten Motto „Eat the Rich“ aufgerufen. „Was der Opernball ist, ist ein Symbol. Ein Symbol für die massive Ungleichverteilung gesellschaftlichen Reichtums. Und somit dafür, dass diese gesamten gesellschaftlichen Missstände durch die neue Regierung zugespitzt werden“, argumentierten die Veranstalter.

Kurz vor 19.00 Uhr zogen die Demonstranten - laut Veranstalter 200 Teilnehmer, nach Polizeiangaben 90 Personen - bei der U6-Station Josefstädter Straße los. Die Route führte über den Lerchenfelder Gürtel-Thaliastraße-Lerchenfelder Straße-Lange Gasse-Josefstädter Straße-Zweierlinie. Trotzdem skandierten die Manifestanten „noch nie waren wir so viele, noch nie waren wir so stark“.

Zwei Anzeigen nach Demo

Die Polizei hatte vorsorglich ein Platzverbot rund um die Oper erlassen. Die Exekutive kündigte für den Opernballabend einen Einsatz von rund 350 Polizisten an. Diese sind auch für Verkehrsmaßnahmen rund um die Staatsoper und die Demonstration im Einsatz, sagte Polizeisprecher Harald Sörös. Die Demo selbst begleiteten rund 30 Beamte.

Die Polizeibilanz ergab zwei Anzeigen: einmal wegen Verstoß gegen das Vermummungsverbot und einmal wegen Verstoß gegen das Pyrotechnikgesetz, sagte Sörös.

Femen-Aktivistin sorgte für Eklat

Für einen anderen Protest sorgte kurz danach eine Femen-Aktivistin. Die 25-Jährige protestierte am Roten Teppich vor dem Opernball mit nacktem Oberkörper gegen den Besuch des ukrainischen Präsidenten. Unterdessen genossen viele Prominente das Ballvergnügen - mehr dazu in Opernball: Femen-Aktivistin sorgt für Eklat und Opernball: Die besten Bilder des Abends.

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