Aufregung um Donauturm-Umbau

Kein großer Umbau in Wien ohne Aufregung der Anrainer. In den Kleingartensiedlungen rund um den Donauturm formiert sich nun Widerstand gegen den Ausbau der Gastronomie. Sie befürchten unter anderem ein Verkehrschaos.

Der Wiener Donauturm wird umgebaut. Voraussichtlich bis Ostern werden das Café und das Restaurant am Turm erneuert. Außerdem wird der Eingangsbereich neu gestaltet und erhält einen Zubau mit Bierlokal und Gastgarten. In diesem sollen bis zu 250 Gäste Platz finden - mehr dazu in Renovierter Donauturm ab Ostern offen.

Donauturm
APA/GEORG HOCHMUTH

Verkehrschaos erwartet

Anrainer der anliegenden Kleingartensiedlung befürchten durch diesen Ausbau eine große Belastung. Sie rechnen mit bis zu 1.000 Sitzplätzen in allen Lokalen zusammen, was zusammen mit den Besuchern der Aussichtsplattform eine „riesige Ausweitung“ wäre, wie Robert Buchacher, einer der Anrainer, sagt. Durch die Vergrößerung erwarten die Anrainer ein Verkehrschaos: „Mehrmals am Tag fahren Touristenbusse direkt vor den Turm. Die Infrastruktur rundherum hält das nicht aus,“ so Buchacher. Dazu kämen noch die Zulieferautos für die Gastronomiebetriebe.

Zusätzlich zum größeren Verkehrsaufkommen rechnen die Anrainer auch mit mehr Lärm. Einerseits weil die Betriebe bis 2.00 Uhr geöffnet haben sollen, andererseits weil eine Musikanlage auch im Einsatz sein soll. Für die Häuser, die teilweise nur 50 Meter vom Gelände entfernt sind, sei das eine enorme Lärmbelästigung. „Das Gebiet ist als ganzjähriges Wohngebiet und Erholungsgebiet gewidmet. Man kann uns jetzt nicht vor das Erholungsgebiet einen solchen Betrieb vor die Nase setzen“, kritisiert Buchacher die Pläne.

Lärmschutzwand „das Mindeste“

Eine Lärmschutzwand zur Kleingartensiedlung würde schon etwas helfen. Das sei aber nur das Mindeste. Es wurde auch seitens der Anrainer schon ein Anwalt engagiert. Sollte die Situation aber unerträglich werden, „sind die Siedler hier wild entschlossen auch zivilen Ungehorsam zu üben.“

Die Betreiber versprechen aber, dass sie den Umbau auch im Einvernehmen mit den Anrainern organisieren möchten. „Wir sind in Gesprächen mit diesen und wollen gemeinsam mit den zuständigen Behörden den bestmöglichen Weg der Umsetzung des Vorhabens finden“, so ein Sprecher der Donauturm-Betreiber.

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