AUA profitiert von Niki-Pleite

Nachdem Air Berlin vom Markt verschwunden ist und bei deren Wiener Ex-Tochter Niki seit Mitte Dezember keine Flugzeuge abgehoben haben, meldet die AUA (Austrian Airlines) im Jänner einen zweistelligen Passagierzuwachs.

Nach der Air-Berlin-Pleite meldeten andere Airlines starkes Wachstum. Darunter auch die AUA. Die österreichische Lufthansa-Tochter hat zuletzt mehrere Europastrecken, insbesondere nach Deutschland, ausgebaut. „Wir haben unsere Kapazitäten deutlich aufgestockt und unsere Verbindungen von Wien nach Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Paris und Mailand verstärkt“, sagte AUA-Vorstand Andreas Otto am Freitag. „Wir sehen optimistisch ins neue Jahr.“

Rund 737.000 Passagiere zählte die AUA im Jänner 2018, das war ein Zuwachs von 10,5 Prozent. Obwohl das Angebot größer wurde, ist auch die Auslastung im traditionell schwachen Wintermonat gestiegen, und zwar um 0,4 Punkte auf 69,8 Prozent. Die AUA hat im Jänner mehr als 10.000 Flüge durchgeführt.

Lauda macht Millioneneinsatz bei Niki keine Sorgen

Der dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda hatte in einem neuen Bieterrennen die insolvente Airline Niki im Jänner übernommen und nach unbestätigten Berichten 47 Mio. Euro bezahlt - mehr dazu in Lauda übernimmt Niki.

Lauda macht der durch eigenes Vermögen finanzierte Kauf der Air-Berlin-Tochter Niki keine Sorgen. Zwar wäre es ein harter Schlag, falls der Neustart der Fluggesellschaft - geplant für den 28. März unter dem Namen LaudaMotion - misslingen würde - mehr dazu in Lauda zahlt Niki-Gehälter ab März. „Ich muss ehrlich sagen: Da wäre richtig viel weg“, sagte der 68-Jährige dem „Stern“. Doch Sorgen bereite ihm das nicht: „Das ist doch die Herausforderung. So habe ich mein ganzes Leben gestaltet. Das macht mir keine Angst.“

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