Neues Nilpferdgehege nimmt Formen an

Im Tiergarten Schönbrunn tut sich einiges: Kaum ist der neue Giraffenpark eröffnet, sind die Nilpferde an der Reihe. Für sie wird derzeit eine neue Außenanlage gebaut, und auch sonst gibt es im heurigen Jahr einige Projekte.

Im Winterquartier gehen die Nilpferde ihrem gewohnten Leben nach. Im Außenbereich wird derzeit gearbeitet, davon bekommen sie aber nichts mit. Der Grund für die Bauarbeiten: Das ursprüngliche Becken war undicht, zu klein für die dreiköpfige Familie und es gab keine Filteranlage: „In den Sommermonaten musste das Wasser zweimal in der Woche ausgelassen werden und da gab es keine Bademöglichkeit für die Nilpferde, weil die Reinigung sehr aufwendig ist“, sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter in „Wien heute“.

Anlage kostet 2,6 Millionen Euro

Die neue Anlage werde viel größer, „sie wird Tiefbereiche haben, Flachwasserbereiche, Sandbänke und natürliche Ufer. Und eben eine Filteranlage, die mit der Filteranlage im Haus verbunden ist“, so Schratter. Die Kosten von 2,6 Millionen Euro müssen vom Tiergarten aufgebracht werden. Das soll auch mit Hilfe einer Spendenaktion funktionieren.

Für die bis zu 1.000 Kilogramm schweren Bewohner soll das eine Wellnessoase sein, erzählt die Tierpflegerin Sonja Sladky: „Die Flusspferde können den ganzen Tag entscheiden, ob sie schwimmen wollen, ob sie einfach nur auf einer Sandbank liegen wollen oder ob sie draußen liegen wollen.“

Roter Panda
ORF
Bei den roten Pandas gibt es demnächst wieder ein Männchen

Neues Gehege für rote Pandas

Das Nilpferdgehege ist allerdings nicht das einzige Bauprojekt derzeit. Auch die roten Pandas bekommen mehr Platz. Derzeit ist das Weibchen alleine im Gehege, erzählt Schratter: „Jetzt bekommt sie wieder Gesellschaft. Schon in den nächsten Wochen kommt ein Männchen aus Italien, die werden dann einmal hinter den Kulissen aneinander gewöhnt und sollen dann gemeinsam in das neue Gehege einziehen.“

Davor wird aber das neue Nilpferdebecken eingeweiht von Aka und ihrem Sohn, sowie von Ali, einem Zuchtbullen mit Seltenheitswert, wie Schratter erklärt: „Der Bulle wird heuer 53, er ist das älteste Flusspferd in Europa und ihm würde ich es wirklich wünschen, dass er die neue Anlage noch erleben kann.“

Mehr Platz für Tiere in Schönbrunn

Im Tiergarten wird fleißig umgegraben. Die Flusspferde bekommen ein neues Außengehege, auch für einige Vögel und Pandas wird erweitert.

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