AMS Wien dementiert Kopftuchverbot

Das Wiener Arbeitsmarktservice (AMS) dementiert am Samstag einen Bericht des Nachrichtenmagazins „profil“ über ein Quasi-Kopftuchverbot. Das „profil“ berichtet, das AMS habe bisher bewusst keine Frauen mit Kopftuch aufgenommen.

„Wir sind generell dagegen, dass im direkten Kundenkontakt Religion oder Weltanschauung offen zur Schau gestellt werden“, zitiert das „profil“ in einer Vorausmeldung Winfried Göschl, stellvertretender AMS-Wien-Chef. Man wolle „Rollenbilder gerade im Zusammenhang mit der Arbeitssuche nicht tradieren“. Das Wiener AMS habe bisher bewusst keine Frauen mit Kopftuch als Beraterinnen aufgenommen, schreibt das Nachrichtenmagazin weiter.

Drei Mitarbeiterinnen mit Kopftuch

AMS-Wien-Sprecher Sebastian Paulick bestätigte gegenüber wien.ORF.at zwar die Zitate von Göschl, es gebe jedoch keineswegs ein Kopftuchverbot beim Wiener AMS. Man weise Mitarbeiterinnen allerdings darauf hin, dass ein Kopftuch im Kundenkontakt oft schwierig sein könne. Ob die Frau ein Kopftuch trage, sei jedoch ihr überlassen.

„Das AMS Wien hat in jüngerer Zeit zumindest drei Frauen aufgenommen, die ein Kopftuch tragen", wird zudem AMS-Wien-Chefin Petra Draxl in einer Aussendung zitiert. Richtig sei allerdings, dass derzeit keine dieser Beraterinnen das Kopftuch im direkten und persönlichen Kontakt mit Kundinnen und Kunden trage. „Dazu haben sich diese Kolleginnen aus völlig freien Stücken entschieden.“ Es gebe keinerlei Anweisungen und Verbote zum Kopftuch, so Draxl.

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