Brandstifter legten in elf Häusern Feuer

In elf Wohnhäusern in vier Bezirken haben Brandstifter in der Nacht auf heute Feuer gelegt. Laut Polizei wurde leicht brennbares Material wie Zeitungspapier in Kellern und Stiegenhäusern angezündet. Sechs Bewohner wurden leicht verletzt.

Die meisten Verletzten gab es in der Lazarettgasse in Alsergrund, wo die Brandserie am Sonntag gegen 21.30 Uhr ihren Ausgang genommen hat. Hier rückte die Berufsrettung auch mit dem Katastrophenzug („K-Zug“) an. Drei Hausbewohner mussten in ein Spital gebracht werden, zwei weitere wurden an Ort und Stelle behandelt.

Brandstiftung in der Lazarettgasse in Alsergrund
ORF
Keller nach Brand in Lazarettgasse

Anzahl der Täter noch nicht bekannt

Die weiteren Tatorte lagen in den Bezirken Rudolfsheim-Fünfhaus und Ottakring, wo keine Menschen zu Schaden kamen. Es war bereits Montag, als um 0.45 Uhr ein weiterer Brand in der Albrechtsbergergasse in Meidling gelegt wurde. Dort musste eine weitere Frau ebenfalls wegen des Verdachts der Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden, sagte eine Sprecherin der Berufsrettung.

Brandstiftung in der Lazarettgasse in Alsergrund
ORF
In der Lazarettgasse hat die Brand-Serie ihren Ausgang genommen

Die Brandgruppe der Polizei ermittelte am Montag die genaue Reihenfolge der Brandstiftungen, wertete Tatorte aus und suchte Zeugen. Manche Tatorte lagen - wie etwa zwei in der Mandlgasse - quasi nebeneinander, erläuterte Maierhofer. „Aufgrund der Vorgehensweise gehen wir davon aus, dass es sich um die oder den gleichen Täter handelt“, so der Sprecher.

„Gott sei Dank ist nicht die Gasleitung angegriffen und das Feuer rechtzeitig bemerkt worden. Dadurch haben wir Glück gehabt“, sagt ein Bewohner in der Albrechtsberger gegenüber „Wien heute“. In der Lazarettgasse ist der Täter vermutlich mit einem Postschlüssel in den Gang des Gemeindebaus und danach in den Keller gelangt.

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