13-Jährige geschwängert: 24 Monate Haft

Ein 26 Jahre alter Wiener ist am Montag am Landesgericht zu zwei Jahren teilbedingter Haft verurteilt worden, weil er eine intime Beziehung mit einem unmündigen Mädchen geführt hatte. Im Februar 2016 schwängerte er die 13-Jährige.

Deren Eltern wussten, dass diese einen fast doppelt so alten Freund hatte. Sie ließen ihn auch zwei Wochen bei sich wohnen, als er kein Obdach hatte. Das Mädchen stammt aus schwierigen familiären Verhältnissen. Als sie 13 Jahre alt war, lernte das Mädchen den damals 23-Jährigen kennen, der ebenfalls eine schwere Kindheit hatte.

Der Mann war drei Monate alt, als ihn sein leiblicher Vater derart heftig verprügelte, dass er mit einem Schädel-Hirn-Trauma im Spital behandelt werden musste. Aufgrund der im Säuglingsalter erlittenen Schläge ist bei dem Mann deshalb eine leichte Intelligenzminderung gegeben, wie Gerichtspsychiater Peter Hoffman feststellte, der den mittlerweile 26-Jährigen begutachtet hat.

Acht Monate unbedingt

Das inzwischen 15 Jahre alte Mädchen brachte Ende 2016 eine gesunde Tochter zur Welt. Diese wächst bei Pflegeeltern auf. Der Vater der Kleinen wurde wegen schweren sexuellen Missbrauchs schuldig erkannt und bekam dafür 24 Monate, davon acht Monate unbedingt.

Begründet wurde das milde Urteil mit den besonderen Umständen des Falls. Berücksichtigt wurde bei der Strafbemessung auch die verminderte Schuldfähigkeit des Angeklagten. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

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