Wiener Leihradanbieter stoppt Projekt

Die Stadt Wien will Geldstrafen einführen, wenn kaputte und herumliegende Räder nicht innerhalb von vier Stunden eingesammelt werden. Wegen dieser strengeren Regeln hat nun eine Wiener Firma ihr Leihradprojekt gestoppt.

Die Firma Greenride-Bike aus Wien hat ihre Idee mit den Leihrädern aufgrund der Beschränkungen auf Eis gelegt hat. Der Chef des Unternehmens bemängelt fehlende Abstellplätze für Räder und vergleicht das mit Mistkübeln: Gäbe es keine, wäre die Stadt auch zugemüllt. Den Rest gibt der Firma, dass dem Radverleiher künftig 700 Euro Strafe drohen, wenn ein herumliegendes Rad nicht innerhalb von vier Stunden verschwindet.

Kein Problem für asiatische Anbieter

Kein Problem mit den strengeren Regeln will man hingegen beim chinesischen Anbieter Ofo haben. „Viele der Auflagen erfüllen wir ohnehin schon, und wenn man wo nachjustieren muss, dann werden wir evaluieren und das Serviceteam im Bedarfsfall erweitern“, sagte Marketingchefin Elisabeth Kantor gegenüber Radio Wien.

15 Mechaniker kümmern sich derzeit laut Kantor um die 700 knallgelben Ofo-Räder. Ein weiterer Anbieter ist die Firma O-Bike aus Singapur mit den silbergelben Rädern. Von dort gibt es zu den neuen Regeln noch keine Reaktion. Österreich-General-Manager Daniel Junge will erst direkt mit der Stadt Wien die Details dazu besprechen. Vor Monaten hat man bei O-Bike allerdings schon mal durchklingen lassen, dass neue Verordnungen kein Problem wären.

Einschränkungen für Leihradanbieter

Die Stadt kann mittels einer ortspolizeilichen Verordnung tätig werden. So legt die Stadt fest, dass beanstandete Fahrräder werktags zwischen 6.00 und 18.00 Uhr innerhalb von vier Stunden, nachts und am Wochenende innerhalb von zwölf Stunden nach Benachrichtigung abgeholt werden müssen. Erfolgt das nicht, werden die Räder kostenpflichtig entfernt. Auch eine Verwaltungsstrafe von bis zu 700 Euro kann verhängt werden. Dazu kommen weitere Einschränkungen - mehr dazu in Strenge Regeln für Leihräder fix.

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