Träume und Magie beim Tanzfestival

An Kinder ab 3,5 Jahre und Jugendliche richtet sich ab Freitag das 16. internationale Tanzfestival Szene Bunte Wähne. Unter dem Motto „Stadt der Träume - Magie der Bewegung“ laden 16 Produktionen zum Träumen und auch zum Mitspielen ein.

Die Stimme der Sängerin Marie Fraschina und der Körper des Tänzers Thierry Maboang: „En Corps“ heißt das Spektakel, das im Großen Saal im WUK Farben und Klänge Andalusiens auf die Bühne bringt. Maboang lässt sich vom Stierkampf inspirieren und kombiniert auf seinem Seitpferd Saltos und Akrobatik mit Hiphop-Schritten. „Ein virtuoses Spiel über Verführung, Verlangen, Liebe und Tod in einer Zirkusarena“ heißt es im Programm zum Auftritt der französischen Compagnie ACTA, das für Kinder ab dreieinhalb Jahren ausgewiesen ist.

En Corps
Agnes Desfosses
„En Corps“, Compagnie ACTA (Frankreich)

„Stadt der Träume - Magie der Bewegung“

„Szene Bunte Wähne 2013 präsentiert Stücke, die unsere Welt befragen, in der wir leben, nach Erklärungen suchen, Stücke die Phantasiewelten erschaffen, in die man eintauchen kann und auch mitmachen darf - und Stücke, die uns mit ihrer Sicht auf die harte Wirklichkeit konfrontieren“, sagt die künstlerische Leiterin, Yvonne Birghan-van Kruyssen, in ihrem Leitwort zum Festival. Dementsprechent lautet das Motto des 16. internationalen Tanzfestivals auch „Stadt der Träume - Magie der Bewegung“.

Das Programm dreht sich um Fragen wie „Wovon träumen Kinder und Jugendliche?“ oder „Haben sie sich ihre eigene Stadt der Träume schon gebaut?“. Die Antworten liefern internationale Choreografen, Tänzerinnen und Tänzer, die zeitgenössischen Tanz in den unterschiedlichsten Stilen und Strömungen bieten. Dazu bauen sie auch Parkour, Puppenspiel, Hiphop, interaktives Spiel, Multimedia und live gespielte Musik mit ein.

Kei Aber!
Uwe Heinrich
„Kei Aber!“, Junges Theater Basel

„Salzbusch“, eine Reise durch Australien

Eine bemerkenswerte Zusammenarbeit zwischen dem italienischen Theaterensemble TPO und australischen Künstlern ist „Salzbusch“, das am 26. und 27. Februar im Dschungel Wien zu sehen ist. Es ist eine Reise durch Landschaft und Kultur der Aborigines, der australischen Ureinwohner. Dargestellt wird sie anhand zweier Freunde, die zu Fuß durch Australien gehen. Dabei begegnen sie einem mysteriösen Sänger, einem Seelenführer, der sie über Flüsse bringt, in eine Stadt, in die Wüste und ans Meer.

„Stadt der Träume - Magie der Bewegung“

22. Februar bis 2. März 2013, im Dschungel Wien & Tanzquartier Wien, brut im Künstlerhaus und WUK.

In „Kei Aber!“ versuchen sieben junge Menschen herauszufinden, welche Werte ihnen wirklich wichtig sind. Es geht um Werte wie Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Offenheit, Vertrauen und Liebe und darum. Gibt es solche Werte überhaupt noch? Wer bestimmt sie? Wann gibt es kein Aber? Wagen wir es, an solchen Werten festzuhalten oder wird alles ohnehin beliebig? In der Produktion des Jungen Theater Basel zeigen sieben Performerinnen und Performer, was ihnen wichtig ist. 16 Produktionen von Australien über Südafrika bis Österreich stehen auf dem Programm.

Momo oder die Legende vom Jetzt
Christa Bauer
Momo oder Die Legende vom Jetzt, MakeMake Produktionen

Bessere Ausbildung in Österreich

Im Rahmen des neuntägigen Festivals von 22. Februar bis 2. März 2013 wird nicht nur Tanzprogramm geboten. An drei Tagen findet auch das Symposium „Fresh Tracks Europe“ statt. Es wendet sich an heimische Tanzbegeisterte, Tanzpädagogen und an internationales Fachpublikum. Dabei geht es um Fragen zu den unterschiedlichen Zielgruppen, zu neuen Entwicklungen im Tanz für junges Publikum, zur Tanzausbildung und Tanzvermittlung. Ziel ist es, die Fachausbildung und die Veranstaltungsangebote in Österreich zu verbessern.

Sendungshinweis:

Wien heute, 21. Februar 2013

Ursprünglich als Theaterfestival gegründet, rief Szene Bunte Wähne im Jahr 1998 das erste zeitgenössische internationale Tanzfestival für Kinder und Jugendliche in Österreich ins Leben. Es sollte die Tatsache nützen, dass Bewegung, der Umgang mit dem Körper, die Musik und die assoziativen Geschichten einem jungen Menschen ebenso nahe sind wie die Vielfältigkeiten in der Choreografie. Heute steht das Tanzfestival für das Streben, eine Szene weiterzuentwickeln, die als Kunstform trotz höchster Kreativität und Qualität oft noch unterschätzt wird.

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