Woran Wien forscht: Das Forschungsfest

Rund 38.000 Forscherinnen und Forscher arbeiten in Wien an den verschiedensten Projekten. Woran, das wird beim Forschungsfest bis 16. September beim Naschmarkt gezeigt. Besucher können sich etwa am neuesten 3D-Drucker versuchen.

Forscher tüfteln in Wien täglich daran, Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson zu heilen. Sie entwickeln Elektromotoren für Sportautos, aber auch Wohnungen und Büros, die Strom erzeugen. Das alles passiert an Universitäten, in Labors von Forschungsinstituten und Unternehmen. 40 von ihnen präsentieren nun ihre Leistungen beim Wiener Forschungsfest, veranstaltet von der Technologieagentur der Stadt Wien.

Zentrales Thema beim insgesamt bereits dritten Forschungsfest ist dieses Mal die „Smart City“. Ein Ausblick in die Zukunft von insgesamt sechs Bereichen wird geboten, dabei geht es um Wohnen, Gesundheit, Kommunikation, Mobilität, Energie und Ressourcen.

Kinder beim Forschungsfest
zit.co.at
Schulklassen ist mit dem 16. September ein eigener Tag gewidmet

Lösungen für die Stadt der Zukunft

So widmet sich eine Station den „Smart Grids“. Solche „intelligenten Netze“ können zum Beispiel überschüssigen Windstrom während der Nachtstunden in Elektroautos oder Batterien für Wärmepumpen speichern. Gezeigt wird aber auch, wie Strom aus Abwasser erzeugt werden kann - so wird zum Beispiel die EBS Hauptkläranlage in Simmering bis 2020 ihren gesamten Strom selbst erzeugen. Derzeit benötigt sie für den Betrieb rund ein Prozent des gesamten Stroms, der in Wien verbraucht wird.

Forschungstandort Wien

Neben den 38.000 Forschern arbeiten laut Stadt Wien noch rund 128.000 Menschen im Bereich wissensintensive Dienstleistungen. Die Stadt investiere jährlich rund 100 Mio. Euro. Mit einer Forschungsquote von 3,5 Prozent liege man über dem EU-Schnitt und vor Paris und Berlin, so Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner (SPÖ).

Gezeigt wird aber auch, was Bus-Haltestellen und Hausfassaden, an denen Grünplanzen wachsen, bringen können. „Man bekommt die Chance, seine Arbeit der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren“, sagte Sebastian Geyer, Forscher von der FH Campus Wien. In seinem Studiengang „High Tech Manufacturing“ setzt er sich mit „Rapid Prototyping“ auseinander, was gemeinhin als 3D-Druck bekannt ist. Neben Prototypen für die Industrie können mit dieser Technologie auch etwa Ersatzteile für den Haushalt hergestellt werden.

3D-Drucker zum Ausprobieren

Das Forschungsfest findet auf dem Parkplatz beim Naschmarkt statt. Neben einer Mitmach-Ausstellung, bei der Besucher etwa 3D-Drucker testen können, gibt es Experimentier-Shows, ein Forschungsquiz und einen Science Slam. Dabei präsentieren junge Wissenschafter ihrer Forschungsprojekte um die Wette. Wer die beste Show liefert, entscheidet das Publikum.

Sendungshinweis:
Radio Wien am Wochenende, 14. September 2013

Das benachbarte Cafe Horvath wird am Sonntag zum Forschungscafe, in dem Experten kurze Vorträge rund um das Thema „Smart City“ halten. Dabei wird es unter anderem um die Frage gehen, was eine Stadt eigentlich mit dem Thema Weltraum zu tun hat. Der dritte Tag des Forschungsfests, der 16. September, ist Schulklassen reserviert. Da werden die Kinder jene Dinge bestaunen, von denen sie vielleicht schon selbst profitieren werden.

Wien heute präsentiert Forscherinnen und Forscher

Wien heute stellt einige der Projekte sowie Forscherinnen und Forscher in einer Serie vor. Unter den Teilnehmern ist auch die „Liquifer System Group“ aus der Leopoldstadt. Sie hat zum Beispiel einen Astronauten-Schlafsack entwickelt, an dem angeblich die Europäische Welt-Raum-Behörde ESA interessiert ist. Und die Architekten-Gruppe hat recht fantasievolle Vorstellungen von der „Smart City“ der Zukunft - mehr dazu in Wien heute präsentiert Wiener Forschung.

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