Bauchtanz und Kamele auf der Donauinsel

Kamele, exotische Gerichte und ein Bazar: Bei den Afrika-Tagen bekommen die Besucher ab Freitag einen Einblick in die fremde Kultur des Kontinents. Erstmals gibt es sogenannte „Charity Mondays“. Auch viele Hilfsorganisationen sind dort.

Medhat Abdelati, dem Veranstalter der Afrika-Tage, ist besonders wichtig, nicht nur die schönen Seiten, sondern auch die Probleme des Kontinents aufzuzeigen. Auf der Donauinsel sind deshalb unter anderen die Organisationen World Vision Österreich, das Flüchtlingsprojekt „Ute Bock“, Amnesty International, die Aidshilfe Wien und das Wiener Rote Kreuz vertreten.

„Charity-Mondays" werden unter dem Motto „Austria for Africa“ veranstaltet, die Besucher sollen den Hilfsorganisationen vor Ort spenden. „Ich wünsche mir, dass sich die Leute mehr mit den Vereinen beschäftigen und diese unterstützen“, sagt Abdelati. Eintritt ist am „Charity-Monday“ am 10. August keiner zu bezahlen.

Live vom Afrikafest

„Wien heute“-Reporter Peter Unger berichtet live vom Afrikafest auf der Donauinsel, wo auch ernste Themen eine Rolle spielen.

Salif Keita und „SOJA“ auf der Bühne

Als Highlights des Festivals gelten die vielen international erfolgreichen Musiker, aus aller Welt. Auf der Hauptbühne werden unter anderen der Pop-Sänger Salif Keita aus Guinea und die US-amerikanische Reggae-Band „SOJA“ auftreten. Trommelaufführungen und Bauchtanzeinlagen im Sahara-Zelt vermitteln den Besuchern zusätzlich Eindrücke afrikanischer Tradition und Kultur.

Salif Keita; Afrika Tage
Event Fokus GmbH
Der Musiker Salif Keita mit der „goldenen“ Stimme

Auf einem Bazar präsentieren Handwerker und Künstler ihre Produkte: Von bunten Stoffen über Schmuckstücke bis zu Instrumenten reicht das Angebot. Im Kinderzelt können die jungen Besucher mit Erdpigmenten malen, Körbe flechten, Papyrus schöpfen und trommeln. Gegen eine freiwillige Spende werden sie von Mitarbeitern von World Vision Österreich geschminkt.

Exotische und bei uns teilweise noch unbekannte Spezialitäten wie etwa „Bissap“, ein westafrikanisches Hibiskusblüten-Getränk oder „Suya“, nigerianische Fleischspieße, gibt es an den Gastronomie-Ständen.

IYASA; Afrika Tage
Event Fokus GmbH
Traditionelle Tänze und Lieder der Gruppe „IYASA“ aus Zimbabwe

Eröffnung mit Auma Obama

Bei der Eröffnungsfeier am 1. August war als Ehrengast Auma Obama, Halbschwester des US-Präsidenten, dabei. Sie übernimmt heuer das erste Mal, gemeinsam mit Erwin Ebermann vom Institut für Afrikanistik der Universität Wien, den Ehrenschutz.

Sendungshinweis:
„Radio Wien am Nachmittag“, 30.7.2015

Auma Obama ist für die Hilfsorganisation „CARE International“ tätig und gründete die Stiftung „Sauti Kuu“, was so viel wie „Starke Stimmen“ heißt und Kindern- und Jugendlichen zu mehr Selbstständigkeit verhelfen soll.

Akzeptanz und Interesse

Abdelati, der Initiator der Afrika-Tage, stammt ursprünglich aus Ägypten und lebt seit 27 Jahren in München. Er erzählt, dass er mit dem Event seine Wurzeln aufgreifen und Wissen über den Kontinent verbreiten will. „Dass die Veranstaltung in den letzten Jahren immer größer geworden ist und es sie schon so lange gibt, zeugt sowohl von der Akzeptanz der Menschen, als auch vom Interesse an der afrikanischen Kultur“, meint er.

Für Abdelati spielt der Charity-Aspekt bei dem Festival eine große Rolle: Besonders heute, wo tausende Flüchtlinge nach Europa kommen, sei es wichtig auch direkt in Afrika zu helfen. Seit 2005 finden die Afrika-Tage in Wien statt. Dieses Jahr läuft die Veranstaltung bis zum 16. August.

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