Hilfe bei Erkältungshusten

Er ist eines der häufigsten Symptome einer Erkältung: der Husten. Ob trockener Reizhusten oder Schleimhusten, „Radio Wien“ – Apothekerin Elisabeth Sommer weiß, wie man ihn am besten und effektivsten behandeln kann.

Erkältungshusten beginnt meist mit einem trockenen Hustenreiz, der vor allem in der Nacht sehr unangenehm ist. In dieser Phase kommen Präparate zum Einsatz, die das Hustenzentrum im Gehirn beeinflussen und so den Hustenreflex unterdrücken. Rezeptfreie Hustenblocker enthalten beispielsweise den Wirkstoff Dextrometrophan. Dieser ist sehr stark wirksam, daher muss die empfohlene Dosierung genau eingehalten werden. Hustenreizlindernde Arzneipflanzen sind etwa Malvenblätter, Eibischblätter, Eibischwurzel, Spitzwegerich und Königskerze. Diese werden als Hustentee getrunken. Krampflösend wirken zum Beispiel Efeu, Sonnentau oder auch Extrakte aus Thymian. Hier gibt es Hustensäfte oder auch Lutschpastillen.

Sendungshinweis:

„Gut gelaunt in den Tag“, 27. Februar 2018

Nach ein paar Tagen geht der trockene Reizhusten in einen sogenannten produktiven Husten über, jetzt sollte man zu schleimlösenden Präparaten greifen. Sehr günstig wirken hier ätherische Öle, beispielsweise Eukalyptusöl, Thymianöl, oder auch Myrtol- und Spiköl. Es gibt hier Präparate zur äußerlichen Anwendung – als Brustbalsam oder Einreibung - und es gibt auch Kapseln zum Einnehmen, die ätherische Öle enthalten. Weitere Arzneipflanzen, die schleimlösend wirken, wären etwa Efeu, die Schlüsselblume oder auch die Süßholzwurzel, sie alle enthalten als Wirkstoffe die sogenannten Saponine.

Frau hustet
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Inhalationen, Brustbalsam und Brusttee

Sehr gut bei allen Formen des Hustens wirken auch Inhalationen. Dafür bereitet man heißes Salzwasser zu und atmet den Dampf ein. Außerdem kann man auch 1-2 Tropfen ätherisches Öl zusetzen, dabei muss man allerdings darauf achten, dass etwa Kampfer und Menthol nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet ist. Das gleiche gilt auch für den Brustbalsam, hier gibt es verschiedene Zubereitungen für Babys, Kinder und Erwachsene. Brustbalsam wirkt besonders gut, wenn man zusätzlich ein warmes Tuch auf die Brust legt. So können sich die Wirkstoffe besonders gut entfalten und den Husten lindern.

Ein besonderer Naturheiltipp ist der Brusttee nach der Rezeptur des österreichischen Arzneibuches. Das ist eine Mischung aus verschiedenen Pflanzen: Enthalten sind Malvenblüten, Königskerzenblüten, Eibischblatt, Thymiankraut, Eibischwurzel, Süßholzwurzel und zerstoßener Anis. Diese Mischung bekommen sie in der Apotheke unter dem Namen Brustteemischung ÖAB. Die Anwendung ist wie folgt: einen Teelöffel pro Tasse mit kochendem Wasser übergießen, dann 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und mehrmals täglich eine Tasse trinken.

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