Checkliste für die Reiseapotheke

Eine Reiseapotheke gehört in jedes Gepäck. Was darin sein sollte, hängt vom Reiseziel, der Reisedauer und der Reiseart ab. „Radio Wien“-Apothekerin Elisabeth Sommer hat eine Checkliste der notwendigsten Medikamente zusammengestellt.

Die Sommerferien rücken näher und somit auch der Sommerurlaub. Ganz egal, wo man die Ferien verbringt, eins vorweg: eine „Standard-Reiseapotheke“ gibt es nicht, allerdings gibt es einige Medikamente, die in jedem Fall für die Reiseapotheke zu empfehlen sind. Ganz oben auf der Checkliste für die Reiseapotheke stehen individuell benötigte Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden, wie etwa gegen Allergien, Diabetes oder Bluthochdruck, aber auch gut wirksame „Lieblingsmittel“ zum Beispiel bei Kopfweh oder Fieberblasen.

Sendungshinweis:

„Gut gelaunt in den Tag“, 27. Juni 2017

Zu den Top 3 der Reiseerkrankungen gehören, laut WHO, neben Malaria und fieberhaften Infekten, auch Magen- und Darmbeschwerden. Die wichtigste Maßnahme ist hier der Ersatz von Wasser und Salzen, die der Körper verloren hat, mit einem Elektrolytpulver. Sehr gut wirksam ist auch ein Mittel mit einem Gerbstoff-Gelatine Komplex. Tabletten mit dem Wirkstoff Loperamid sind sehr gut wirksam, sie bekämpfen allerdings nicht die Ursache, sondern sind nur für den Notfall gedacht, wenn man die Beschwerden sehr rasch stoppen soll. Bei Verstopfung helfen Probiotika, die in Wasser eingerührt und nach einer bestimmten Aktivierungszeit getrunken werden. Mittel gegen akute fieberhafte Atemwegsinfekte gehören ebenso in die Reiseapotheke wie Nasenspray und Augentropfen.

Apothekerin mit Kunde
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Ingwer gegen Reiseübelkeit

Egal ob man mit dem Auto, dem Bus oder dem Schiff unterwegs ist, Übelkeit ist immer ein Thema auf Reisen. Sehr gut helfen Ingwer-Kapseln, es gibt auch Präparate als Kaugummi, und auch Akupressurbänder, die bestimmte Punkte am Handgelenk stimulieren. Speziell für Kinder gibt es auch homöopathische Tabletten gegen Reiseübelkeit. Man lässt sie unter der Zunge zergehen.

Bei Flugreisen empfiehlt „Radio Wien“ – Apothekerin Elisabeth Sommer befeuchtende Augentropfen und einen abschwellenden Nasenspray und man sollte auch an eine Thrombose - Prophylaxe denken. Günstig ist es Kompressionsstrümpfe zu tragen, außerdem gibt es pflanzliche Venenmittel und Risikopatienten sollten sich Heparin Präparate vom Arzt verschreiben lassen.

Ein gutes Sonnenschutzmittel und Insektenschutzmittel gehören ebenfalls in die Reiseapotheke, auch Verbandmaterial und etwas zur Wunddesinfektion. Wer eine Fernreise plant, sollte sich 1 bis 2 Monate vor Reiseantritt in der Apotheke über eventuell benötigte Impfungen oder auch eine Malariaprophylaxe informieren.

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