Blüte, Blätter, Duft oder ganz hoch hinaus

Zu einem Naturgarten gehören Bienen, Marienkäfer oder Schmetterlinge. Sie alle brauchen Nektar und den gibt es bei den unzähligen Sommerblumen. Radio Wien- Pflanzenexperte Karl Ploberger pflanzt sie überall, wo sich im Beet eine Lücke auftut.

Egal ob als Samen oder kleine Pflänzchen, Sommerblumen kann man auch jetzt noch pflanzen und sie entfalten dann in relativ kurzer Zeit ihre ganze Pracht.

Die schönsten Blüten

Ploberger’s absoluter Favorit ist das Eisenkraut „Verbena bonariensis“. Eine in milden Gegenden sogar mehrjährige Pflanze, die sich mancherorts auch ganz gut aussät. Sie wird gut einen Meter und höher.

Sendungshinweis:

„Gut gelaunt in den Tag“, 16. Juni 2017

Kein Naturgarten ohne Schmuckkörbchen „Cosmea bipinatus“. Die Kosmeen, wie sie eingedeutscht auch oft genannt werden, überraschen mit der Blütenvielfalt. Große weiße, rosa oder violette Blüten, dazu gestreifte Sorten oder gefranste Blütenblätter. Und alle haben eines gemeinsam: sie sind unermüdliche Blüher, säen sich auch immer wieder bereitwillig aus und werden von kniehoch bis mannshoch.

Niemals fehlen dürfen im Blumenbeet Tagetes, die Studentenblumen. Auch sie lassen sich ganz leicht vorziehen und blühen einen ganzen Sommer lang. Es gibt sie von kleinen Sorten, die eine ideale Beetbegrenzung darstellen bis zu ganz hohen Sorten. Einziger Nachteil: Die Schnecken lieben diese Pflanzen.

Tagetes
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Die buntesten Blätter

Die Gärtner nennen sie Strukturpflanzen, die Blumenliebhaber sind von den Blättern begeistert: Buntnesseln, „Coleus blumeii“ hießen sie botanisch früher, jetzt „Solenostemon scutellarioides“. Die Vielfalt ist enorm und wer einmal selbst ausgesät hat, wird vom Variantenreichtum der Blattfarben begeistert sein. Sie lassen sich leicht durch Stecklinge vermehren.

„Ipomea batatas“, der Name verrät schon ein wenig: Bataten sind Süßkartoffeln und könnten genau so zu den Kletterpflanzen gereiht werden. Meist bleibt der Wuchs aber überschaubar. Die dunkelgrünen, gelben oder auch dunkelvioletten Blätter sind attraktive Blickpunkte im Beet. Die Knollen – so sich welche bilden – sind in der Küche verwertbar.

Der tollste Duft

Levkojen, „Matthiola incana“, werden etwa 40 cm hoch und sind wahrscheinlich die duftendsten Sommerblüher. Es gibt zahlreiche Arten und Sorten, die sogenannten Garten-Levkoje(weiß, rosa oder violett) ist aber die bewährteste im einjährigen Sommerblumenbeet. Abgeblühtes muss man immer ausschneiden, dann gibt es viele neue Blüten.

Löwenmäulchen „Antirrhinum majalis“ (Höhe 30 bis 60 cm) gibt es viele, manche duften ganz zart. Steckt man die Nase in die Blüten, dann ist der Duft sogar betörend. Auf jeden fall locken sie Bienen und Hummeln an, die sich in die Blüten regelrecht verkriechen.

Bartnelken, „Dianthus barbatus“, werden etwa 30 cm hoch und gehören zu den ganz traditionellen alten Bauerngartenpflanzen. Einmal gepflanzt, kommen sie Jahr für Jahr wieder. Aber als zweijährige bilden sie bereits in einem Jahr Blätter und erst im zweiten die Blüten.

Die eifrigsten Kletterer

Die Trichterwinde „Ipomea tricolor“ gehört zu jenen Pflanzen, für die es sich lohnt früh aufzustehen. An einem Sommermorgen sind große Pflanzen (bis über zwei Meter) über und über mit den herrlichen Blüten geschmückt – zu Mittag aber ist die Pracht wieder vorbei. Daher auch der treffende englische Name „Morning Glory“. Die Farbvielfalt ist enorm, am schönsten leuchtet das kräftige Blau.

Es ist weniger die Blüte, als der Duft, der diese Pflanzen zum Muss in einem Sommerblumenbeet macht. An einem Gitter rankt „Lathyrus odoratus“ ganz flott bis zu 180 cm hoch. Je früher der Samen im Zimmer vorgezogen wird, desto schneller gibt es Blüten. Ganz wichtig: Abgeblühtes ausschneiden, denn kaum setzt die Pflanze Samen an, ist es mit der Blütenpracht vorbei.

Alle Tipps des Radio-Wien-Pflanzenexperten Karl Ploberger können Sie hier nachlesen.

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