Rotes Gold wächst im eigenen Garten

Es ist das teuerste Gewürz der Welt: Safran. Dieser Herbstkrokus hat es in sich und gedeiht nicht nur unter mediterraner Sonne, sondern auch bei uns, versichert Radio Wien-Pflanzenexperte Karl Ploberger.

So wie vor Jahrhunderten wird seit einigen Jahren in der Wachau der Safran-Krokus vom Verein „Crocus Austriacus“ gepflanzt und die winzig kleinen Staubfäden (der „Safran“) geerntet. Und da wird klar, warum dieses Gewürz als das teuerste der Welt eingestuft wird. Etwa 200.000 handgesammelte Staubfäden sind für ein einziges Kilogramm nötig, dementsprechend die Preise: Zwischen 10.000 und 30.000 Euro. Der Ökologe Bernhard Kaar hat sich intensiv mit dieser Knolle auseinandergesetzt und entdeckt, dass bereits im 18. Jahrhundert in der Wachau Safran angebaut wurde.

Sendungshinweis:

„Gut gelaunt in den Tag“, 11. August 2017

So begann er gemeinsam mit einigen Mitstreitern Schritt für Schritt einen Bestand aufzubauen und nun schmücken im Oktober hunderttausende Blüten die Landschaft an der Donau bei Dürnstein. Der Safran wird dort nach uralter Tradition gepflanzt und per Hand die „Safranfäden“ am frühen Morgen geerntet. Denn wenn die Sonne kommt, leidet das Aroma. Dafür überraschte alle die extrem hohe Qualität dieses Gewürzes aus Österreich. Weil dem Ökologen die Vermehrung und Weiterverbreitung ein großes Anliegen ist, gibt es aber auch die Möglichkeit den Safran als Knolle zu kaufen und in den Garten zu setzen.

Wo wächst Safran?

Das wichtigste ist eine sehr geschützte, warme Stelle im Garten. Der Boden sollte gut durchlässig sein – ist er das nicht, dann Sand, Splitt und Tongranulat einarbeiten. Wer jetzt pflanzt, der erntet den ersten Safran bereits im Oktober. Ist das Klima sehr rau, dann empfiehlt sich ein Anbau im Blumentopf. In einen 12er Tontopf, kann man etwa fünf Knollen setzen. Nach dem Abblühen kühl und hell stellen (Frühbeet, Gewächshaus oder kühler Wintergarten). Nun erscheinen die Laubblätter, die die Kraft fürs nächste Jahr sammeln. Ziehen die Blätter ein, lässt man die Töpfe abtrocknen – bis zum nächsten Herbst.

Alle Tipps des Radio-Wien-Pflanzenexperten Karl Ploberger können Sie hier nachlesen.

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