Gartentipps am Ende des Hochsommers

Ende August wird die Sonne schwächer und nach den Hitzetagen des Sommers bringt Radio Wien-Pflanzenexperte Karl Ploberger Garten, Balkon und Terrasse wieder auf Vordermann.

Der Rasen ist das größte Sorgenkind, denn nur die wenigsten versorgen ihn bei einer Hitzewelle mit ausreichend Wasser. Daher jetzt nicht in Panik geraten, sondern nach einem kräftigen Regenschauer zwei bis drei Wochen abwarten und beobachten, ob sich das Gras regeneriert. Zeigt sich Leben, dann sofort mit einem organischen Dünger versorgen, am besten vor einem neuerlichen Regenschauer. Danach nicht zu kurz mähen. Sind einzelne Stellen total verbrannt, den Boden lockern, mit Kompost und Sand den Boden verbessern und mit Qualitätsrasen nachsäen.

So manches Biotop ist angesichts der 35 Grad gekippt. Daher nun alle Algen abfischen, eventuell verfaulte Wasserpflanzen entfernen und mit Regenwasser (oder zur Not auch mit Leitungswasser) auffüllen. Keinesfalls den Teich komplett ablassen und die Steine oder Folie reinigen. Hier sitzen nämlich die Mikroorganismen, die das Wasser in Zukunft wieder sauber halten. Unterstützen kann man die Regenerierung mit EM (Effektiven Mikroorganismen kombiniert mit Gesteinsmehl).

Blumenkisterl
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Kübelpflanzen sind hart im Nehmen

Pflanzen in den Blumenkisterln, die komplett vertrocknet sind, werden sich nicht mehr erholen. Pelargonien, aber auch Surfinien, treiben nach einem Rückschnitt relativ rasch wieder durch. Nicht vergessen: Dafür benötigen die Pflanzen eine Portion Flüssigdünger. Sind große Lücken entstanden mit Herbstblumen, wie Chrysanthemen, bald auch mit Eriken, oder auch Grünpflanzen, wie Efeu oder Skimmien auffüllen.

Sendungshinweis:

„Gut gelaunt in den Tag“, 25. August 2017

Bei den Kübelpflanzen sind die meisten hart im Nehmen und an Hitze und Trockenheit gewöhnt. Oleander, Palmen, aber auch Oliven müssten die heißen Tage gut überstanden haben. Wenn nicht, dann gilt für alle: Nicht mehr düngen, weiter gießen, aber nicht zu stark „wiederbeleben“, sonst gehen sie in zwei Monaten mit zu viel Schwung ins Winterquartier.

Bei den Gehölzen kann der Gärtner nur abwarten. So mancher arg geschädigte Baum oder Strauch, treibt nach einem großen Verlust an Laub wieder durch. Das schwächt sie zwar, ist aber auch nicht zu verhindern. Am besten gleich mit Patentkali düngen, das bremst die Wuchsfreudigkeit und lässt die Triebe noch ausreifen.

Alle Tipps des Radio-Wien-Pflanzenexperten Karl Ploberger können Sie hier nachlesen.

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