Wie man richtig mit Hunger umgeht

Was ist Hunger? Was tut sich in unserem Organismus, wenn wir Hunger haben? Wann ist man satt? Diese und andere Fragen beantwortet Radio Wien-Gesundheitsexperte Prof. Hademar Bankhofer.

„Alles eine Frage des Energiebedarfs unseres Gehirns“, meint Bankhofer. „Um denken zu können benötigt unser Gehirn Sprit in Form von Zucker. Den liefern Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate in Form von Glukose, das dann mit dem Blut an das Gehirn geliefert wird.“ Wenn das Gehirn nicht genügend Energie bekommt schlägt es Alarm und verbreitet Hungergefühl. „Wer Weißbrot, Weißmehlnudeln und ähnliches isst, bei dem steigt der Blutzuckerspiegel schnell an, aber er sinkt auch schnell wieder. Es entsteht ein falsches Hungergefühl obwohl der Körper gar keine Nahrung braucht“, weiß der Experte. „Deshalb ist es besser sie ernähren sich von Vollkornprodukten und Hülsenfrüchte, die liefern was das Gehirn benötigt und sind wertvolle Kohlenhydrate.“

Vollkornbrot
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Ein Glas Wasser pro Stunde

Den Hunger als Abnehm-Helfer zu benutzen ist der falsche Weg, meint Bankhofer. „Man spart zwar viele Kalorien ein bei einer Hunger-Diät, dann wird aber nicht nur Fett abgebaut, sondern auch Muskelmasse. Der Stoffwechsel wird träge, die Verdauung gerät aus dem Gleichgewicht. Und viele nehmen dann zu, weil sie nach der Hunger-Diät so richtig beim Essen zulangen.“ Deshalb empfiehlt Hademar Bankhofer: Anstatt zu hungern reduzieren Sie die Essensmenge und trinken sie von 8 bis 17 Uhr zu jeder vollen Stunde ein Glas Wasser mit ein paar Tropfen Zitronensaft. Damit überlisten Sie den Hunger!

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