„Marke Ich“- Was uns besonders macht

Was versteht man unter der „Marke Ich“, warum ist es sinnvoll, sie im Berufsleben zu stärken und welche Schritte führen zu einer guten persönlichen Wahrnehmung? Tipps von Kommunikationsexpertin Nana Walzer.

Den Mittelpunkt der „Marke Ich“ bildet das Sichtbarmachen der eigenen Persönlichkeit in der Öffentlichkeit, vor allem im Berufsleben. Im besten Fall stehen wir in den Köpfen unserer Auftraggeber, Vorgesetzten oder Kunden, an erster Stelle. Natürlich nur dort, wo wir auch wollen, dass an uns zuerst gedacht wird – also bei den spannenden Aufträgen und wichtigen Fragen, nicht beim Aufräumen vom Besprechungstisch.

Sendungshinweis:

„Radio Wien am Nachmittag“, 28.9.2017

Wenn wir eine eigene Markenpersönlichkeit haben, so können andere unsere Einzigartigkeit, unsere Werte, Fähigkeiten und Motive klar und deutlich sehen. Sie wissen uns zu schätzen, weil sie wissen, wer wir sind und dass sie auf uns zählen können. Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Sympathie und Kompetenz spielen alle hinein in ein solches gutes Image. Wer gemocht und geschätzt wird, wird eher gehört und gefragt, kann also schneller seine Vorstellungen verwirklichen.

Selbstbewusste Frau im Vordergrund
Colourbox.de

Unterschied „Marke Ich“ und Egoismus

In beiden Fällen geht es um Erfolg. Aber wo eine starke „Marke Ich“ dem Erfolgreichsein dient, da dient der Egoismus nur sich selbst. Durch eine starke Persönlichkeit, ein gutes Auftreten und ein positives Image, kann auch viel Sinnvolles in der Welt erreicht werden. Ein Mensch, der angenehm präsent wirkt und dessen Aussagen relevant sind, kann viel bewegen. Ein egoistischer Mensch ist hingegen nur daran interessiert, seine eigenen Ziele zu erreichen und Wünsche und Bedürfnisse zu befriedigen.

Die „Marke Ich“ aufbauen

Fragen Sie sich, was sie einzigartig macht und von allen anderen in Ihrem (beruflichen) Umfeld unterscheidet. Dazu ist wichtig herauszufinden, was Sie selbst begeistert, wo Ihre Leidenschaften liegen und was Sie in der Welt verändern wollen. Was möchten Sie zu einem guten oder besseren Zusammenleben beitragen? Ihr Anliegen verleiht Ihnen eine glaubwürdige Motivation, Energie und Engagement.

Werden Sie sich Ihrer Stärken und Talente bewusst: Was können Sie wirklich gut? Und wie können Sie sicherstellen, dass dies von Ihrem Umfeld gesehen und gut aufgenommen wird? Sie wissen oder können vielleicht Dinge, die andere nicht wissen oder können. Sie haben vielleicht Fähigkeiten, die andere nicht haben. Sie haben wahrscheinlich auch persönliche Kompetenzen, wie beispielsweise Ausdauer, Kreativität oder Einfühlungsvermögen u.v.m.

Dann verpacken Sie diese Eigenarten so, dass sie positiv auffallen. Versuchen Sie einen persönlichen Stil zu finden, was Ihre Kleidung betrifft, aber auch in Bezug auf Ihre Körpersprache und Ihr Auftreten. Übertreiben Sie nicht, denn der Eindruck der Authentizität ist wesentlich und das Erscheinungsbild zählt viel, wenn es um einen guten Eindruck geht.

Einzigartiges Merkmal und netzwerken

Nun sorgen Sie dafür, dass Sie wiedererkannt werden, vielleicht durch ein Merkmal, das Sie immer auszeichnet. Etwa eine besondere Frisur, einen Lippenstift, ein Armband. Pflegen Sie Ihre Einmaligkeit, auch wenn sie manchmal für andere wie ein Spleen, eine liebgewordene Eigenart, wirkt.

Und zu guter Letzt ist es wichtig, dass Sie möglichst vielen Menschen die Gelegenheit geben, Ihre Marke kennen zu lernen. Netzwerken Sie, erzählen Sie, fallen sie angenehm auf, bringen Sie sich ins Gespräch, machen Sie sich und Ihre Persönlichkeit bekannt. Bleiben Sie über eine längere Zeit hinweg dran, bleiben Sie sichtbar, machen Sie sich zur Bereicherung für andere, tragen Sie Konstruktives bei. Auffallen ist dabei nicht alles, sorgen Sie dafür, dass man Sie auch als Spezialist auf Ihrem Gebiet wahrnimmt.

Link:

Nana Walzer
Nana Walzer: „Die Kunst der Begegnung“

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