Ideal Kleinfamilie: noch zeitgemäß?

Das Kleinfamilien-Idyll gilt allen Problemen zum Trotz nach wie vor als Norm und Ideal. Ingrid Rehusch diskutiert bei „Talk im Turm“ mit Soziologin Ulrike Zartler und Journalistin Lisa Mayr über unterschiedliche Formen des Zusammenlebens.

Sendungshinweis:

Montag, 18.9., 19.00 Uhr

Single-Haushalte, Alleinerziehende, Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien und Wohngemeinschaften unterschiedlichster Zusammensetzung sind stetig am Steigen, Ehen bleiben immer öfter kinderlos, doch das scheint nichts am gesellschaftlichen Ideal der Kleinfamilie zu ändern. Alles, was nicht dem Vater-Mutter-Kind(er)-Schema folgt, trägt immer den Geruch von Notlösung, Ersatz für jene, die es nicht geschafft haben.

Familie
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Hort der Geborgenheit, aber auch der Neurosen

Harmonischer Zusammenhalt, emotionale Geborgenheit, Halt im Leben und ökonomisches Erfolgsmodell: es scheint durchaus einiges für die Familie zu sprechen. Gleichzeitig sind die Wartezimmer von Psychotherapeuten voll unglücklicher Familienmitglieder - sei es das Paar, das sich nichts mehr zu sagen hat oder das erwachsene Kind, das seine missglückte Mutter- oder Vaterbeziehung aufarbeitet. Doppelbelastete Eltern arbeiten sich ins Burnout, Seitensprünge stehen an der Tagesordnung, Scheidungszahlen sind konstant hoch.

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Warum also halten wir so hartnäckig fest an einem Modell, das so ideal gar nicht zu sein scheint? Das aus patriarchalen Bräuchen heraus entstanden ist und in Zeiten angestrebter Gleichberechtigung antiquiert wirken müsste? Ist die Familie als Keimzelle des Staates wirklich unverzichtbar? Ist es nur unser individuelles Unvermögen, wenn wir unglücklich sind damit? Oder sitzen wir alle einem großen Mythos auf? Und welche Alternativen könnte es geben?

Darüber und mehr diskutiert Ingrid Rehusch mit der Soziologin Ulrike Zartler und der Journalistin Lisa Mayr. Bitte um Ihre Anmeldung hier, um live dabei zu sein. „Talk im Turm“ am Dienstag, den 12. September ab 19.00 Uhr, im Wiener Ringturm!

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