Kräuter haltbar machen

Kräuter erntet man am besten kurz vor Mittag, dann ist der Wassergehalt am niedrigsten und die Konzentration der ätherischen Öle am höchsten. Ernährungsexpertin Ruth Fiedler verrät wie man Kräuter auch im Winter nutzen kann.

Es gibt drei unterschiedliche Varianten Kräuter haltbar zu machen.
Auflegen: Alle Kräuter mit großen Blättern, etwa Salbei, legt man am besten flächig auf und lässt sie im Schatten (nie in der prallen Sonne) bei luftiger Umgebung etwa drei Wochen trocknen. Unbedingt ausreichend Platz geben, nicht zu dicht aneinander wegen Schimmelgefahr.
Kopfüber hängen: Kleinblättrige und holzige Kräuter (wie Rosmarin und Bohnenkraut) bindet man am besten zu kleinen Sträußen und hängt sie kopfüber.
im Backrohr/Dörrapparat: wenn es draußen zu kalt und regnerisch ist, sollten die Kräuter am besten im Backrohr getrocknet werden. Nicht über 30 Grad (sonst zu starker Geschmacksverlust), einen Kochlöffel in die Backrohrtür klemmen, sorgt dafür dass Feuchtigkeit entweichen kann.

Kräuter werden getrocknet
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Kräuteröle, Essig und Pestos

Besonders gut lassen sich folgende Kräuter trocknen. Salbei, Thymian, Rosmarin, Bohnenkraut, Minze, Majoran, Oregano und Estragon. Je „fleischiger“ die Kräuter sind, desto weniger eignen sie sich zum Trocknen. Schnittlauch am besten in Eiswürfelformen füllen, mit Wasser oder Öl aufgießen und einfrieren. So hat man gleich die richtige Menge parat.

Ruth Fiedler: „Für ein selbstgemachtes Kräuteröl einfach Kräuterzweige in Glasflaschen stecken und mit Olivenöl oder Rapsöl auffüllen und 2 bis 3 Wochen ziehen lassen. Ein Kräuterpesto ist auch leicht gemacht. Dazu Nüsse, Parmesan, Olivenöl und zwei Handvoll Kräuter solange mixen, bis sich alles in ein cremiges Pesto verwandelt.“

Süßes Pesto: Eine Handvoll Haselnüsse mit 2 Handvoll Minze, zwei Esslöffel Honig und zwei Esslöffel Olivenöl pürieren. Ideal zum Unterrühren ins Frühstücksjoghurt oder in den Salat!

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