Kuschelzeit für die Haut

Der Winter hat seine eigenen Gesetze, das spüren wir vor allem auf der Haut. „Radio Wien“-Beauty-Expertin Helga Fiala gibt Tipps, wie wir gut durch die kalte Jahreszeit kommen.

In den kalten Monaten fehlt unserem Körper das Sonnenlicht. Er produziert weniger roten Blutfarbstoff und Vitamin D. Auf die trockene Heizungsluft und wärmere, dickere Bekleidung reagiert die Haut sensibel. Sie wird blasser, rauer und trockener. Die Haut spiegelt die Einflüsse, die auf sie von außen einwirken, ebenso wider, wie die Reaktionen, die im Körper ausgelöst werden.

So kommt die Haut gut durch die kalte Jahreszeit

Die Hautpflege im Winter verfolgt im Wesentlichen drei Ziele: den Schutz gegen kalte, trockene Winterluft, den Ausgleich des Feuchtigkeitsdefizits und ein gepflegtes Hautgefühl.

Eine Kombination aus Schutz, Feuchtigkeit und Komfort ist die perfekte Grundlage für die Winterpflege. Gesichtsöle oder lipidhaltige Cremes schützen die Haut jetzt besonders wirkungsvoll. Sehr trockene und empfindliche Hauttypen müssen jetzt vermehrt auf intensive Pflege setzen.

Frau Kälte Winter
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Inhaltsstoffe wie Jojobaöl, Vitamin B5 und Allantoin spenden intensive Pflege. Hyaluronsäure, Glycerin, Aloe Vera und Urea geben der Haut verlorene Feuchtigkeit zurück. Zusätzliche Elemente der Winterpflege sind feuchtigkeitsspendende Tonics, Ampullen und Konzentrate. Ein Serum unter der Tagescreme sorgt für Extra-Schutz. Peelings sollten jetzt nur sparsam zum Einsatz kommen.

Tipp: An Händen, Ellenbogen, Schienbeinen und Knie besitzt die Haut nur wenige Talgdrüsen. Diese Stellen sollten daher täglich mehrmals eingecremt werden. Auch Hals und Dekolleté nicht aussparen! Durch die Reibung der Kleidung erscheinen sie oftmals sehr empfindlich und gerötet.

Sorgen Sie für gutes Raumklima

Haut und Schleimhäute fühlen sich am wohlsten bei einer Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent. Statt Fensterkippen lieber alle zwei Stunden kurz aber heftig lüften, um die verbrauchte Frischluft auszutauschen.

Tipp: Können Fenster nicht geöffnet werden, sollte eine Salzlampe aufgestellt werden. Diese reichert die Luft mit negativen Ionen an, die eine positive Wirkung auf den Menschen haben. Auch Pflanzen sind besonders gute Feuchtigkeitslieferanten. Damit die Nährelemente durch den Feuchtigkeitsfluss von den Wurzeln bis in die Triebspitzen transportiert werden, geben sie ständig Wasser ab und erhöhen so die Luftfeuchtigkeit.

Keine Angst vor Kälte

Kurze Kältereize, die bei Wechselduschen oder Sauna-Bädern gezielt ausgelöst werden, können den Körper behutsam auf die winterlichen Außentemperaturen vorbereiten. Das wiederholte Einwirken von Kälte auf die warme Haut verringert die Temperaturempfindlichkeit und stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte gegen Infektionen.

Tipp: Während der warmen Phase den Körper reinigen! Zum Beispiel mit einer reichhaltigen Cremedusche, die mit wertvollen Fetten wie Kakaobutter oder Sheabutter sowie Milchproteinen die Haut mit Feuchtigkeit versorgt.

Sendungshinweis:

„Radio Wien“ am Wochenende, 9.12.2017

Den Duschvorgang immer mit Kaltwasser abschließen. Mit zunehmendem Training werden dann niedere Temperaturen sogar als angenehm empfunden, da sie eine stärkere Durchblutung auslösen, die deutlich schneller erwärmt.

Wohlige Verwöhnmomente

Ist man nach einem ausgiebigen Spaziergang an der kalten Luft richtig durchgefroren, sollte man am besten in ein warmes Bad eintauchen. Feuchtigkeitsspendende Badezusätze wie Öle pflegen die Haut intensiv bereits während des Bades.

Tipp: Die Zeit in der angenehmen Wärme eignet sich perfekt für eine reichhaltige Gesichtsmaske, die trockene und sensible Haut in kurzer Zeit regeneriert.

Während die Maske einwirkt, den Lippen eine Intensivpflege gönnen und die Augen mit einem wassergetränkten Wattepads bedecken. Nach dem Bad den Körper mit einer intensiv feuchtigkeitsspendenden Lotion oder Creme verwöhnen.

Kopfschutz im Winter

Im Winter stehen einem die Haare oft buchstäblich zu Berge. Schuld an der elektrostatischen Aufladung sind meist trockene Heizungsluft oder zu häufiges Föhnen. Mit einem Intensiv-Pflegeprogramm aus Shampoo, Spülung und Intensivkur kommt die Frisur besser durch den Winter.

Auf der Kopfhaut produzieren die Talgdrüsen weniger Fett. Dadurch treten Schuppen in der kalten Jahreszeit häufiger auf. Damit die Kopfhaut nicht austrocknet, sollten die Haare nur mit lauwarmem Wasser gewaschen, der Föhn sparsam eingesetzt und ein besonders mildes Shampoo für Haar und Kopfhaut benutzt werden.

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