Obst-Quetschies: Ein gesunder Snack?

Mitlerweile findet man sie in jedem Supermarkt und sie werden als gesunde Zwischenmahlzeit beworben. Die Quetschies, das Fruchtmus aus dem Quetschbeutel. Wie gesund sie wirklich sind erklärt Ruth Fiedler.

Zweifelsohne sind Obstquetschies praktisch für unterwegs und die meisten Kinder lieben sie. Doch Ernährungsexpertin Ruth Fiedler warnt: „Quetschies sind viel zu süß, zu sauer, zu teuer und belasten auch noch die Umwelt.“ Ab und zu ein Quetschie schadet keinem Kind, doch sollten wir uns bewusst machen, Quetschies sind eine Süßigkeit für Ausnahmesituationen - ähnlich wie ein Stück Schokolade - und kein Ersatz für frisches Obst. Fiedler: „Ohne Zuckerzusatz heißt nur, dass kein Kristallzucker zugesetzt wurde, man vergisst so den Fruchtzucker der in einem Quetschie steckt. Und der ist um nichts gesünder als Kristallzucker. Außerdem treiben zusätzlich Fruchtmark und Fruchtsaftkonzentrat den Zuckergehalt in die Höhe.“

diverse Obstsorten
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Bis zu vier Stück Zuckerwürfel in einem Quetschie

Zusätzlich zur natürlichen Säure der Früchte wird den Produkten oft säurehaltiges Vitamin C zugefügt, um dem Mus Oxidationsschutz zu verleihen. „Aber die Kombination aus Säure und Zucker hat fatale Folgen für die Zähne unserer Kinder“, so die Expertin.

Sendungshinweis: „Radio Wien am Vormittag“ am 15. November

Und noch einen großen Nachteil hat das Fruchtmus aus dem Quetschbeutel. Sie sind absolut überteuert und produzieren große Müllberge als Einweg-Aluminium-Plastik-Verpackung. Fiedler: „Ein Beutel (100 g) kostet im Schnitt knapp einen Euro. Äpfel findet man derzeit aber um einen Euro pro Kilogramm. Das heißt Quetschies sind um das 10-fache teurer als frisches Obst.“

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