Neid - Gift für die Seele

Etwas haben zu wollen, was ein anderer hat, muss noch kein Problem sein. Im besten Fall spornt es uns an, uns tüchtig ins Zeug zu legen, um unsere Ziele zu erreichen. Alexander Goebel fragt nach, wann ungesunder Neid daraus wird.

Neid kann einem einen Stich in der Magengegend versetzen, bitter wie Galle schmecken, Missgunst und Hass nach sich ziehen. Er macht uns kleinlich, eifersüchtig und unzufrieden. Kein Wunder, dass wir ungern zugeben, auf jemanden neidisch zu sein. Schuld daran ist letztlich das Bedürfnis, sich mit anderen zu vergleichen. Und je näher der Vergleich, desto schmerzhafter, wenn er ungünstig ausfällt. Deshalb beneiden wir den Millionär, den wir nur aus der Zeitung kennen, weniger um seinen Besitz als den eigenen Nachbarn.

Neid
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Wer unsicher ist, wird leichter neidisch

Ganz fremd ist dieses Gefühl wohl kaum jemandem, doch wer über ein gesundes Selbstwertgefühl verfügt, kann es schnell wieder abschütteln. Wer aber dem hässlichen Gefühl freien Lauf lässt, läuft Gefahr, verbittert und missgünstig zu werden. Denn Neid heißt sehr oft auch, dass man dem anderen das, was man selbst gern hätte, nicht gönnt, und im Gegenteil zur Überzeugung kommt, dass es ihm nicht zusteht - zumindest weniger als einem selbst. Was sich in unserem Verhalten niederschlägt und für düstere Stimmung sorgt.

Sendungshinweis:

Der Mittwoch Abend
mit Alexander Goebel
19.00 Uhr bis 21.00 Uhr

Wie sehr leiden Sie unter Neidgefühlen? Gelingt es Ihnen, aufsteigendem Neid so bewusst zu begegnen, dass Sie daraus positiven Antrieb gewinnen? Können Sie jemanden beneiden, ohne negative Gefühle damit zu verknüpfen? Worauf sind Sie am ehesten neidisch? Sind Sie selbst schon einmal Opfer von Neid und daraus resultierender Missgunst geworden? Und waren Sie vielleicht sogar geschmeichelt davon?

Diskutieren Sie mit Alexander Goebel über Unzulänglichkeiten und Minderwertigkeitskomplexe, Wunsch und Anspruch, Glück und Verdienst, und die Frage, ob wir alle versuchen sollten, uns nicht zu vergleichen - am Mittwoch Abend, ab 19.00 Uhr, auf Radio Wien!

Alexander Goebel
ORF

Wer live in der Radioshow mitdiskutieren will, kann sich bereits während des Tages am Mittwoch beim Radio-Wien-Servicetelefon unter der Nummer 89 9 95 3 anmelden. Wir bitten um Verständnis, dass nicht alle Anruferinnen und Anrufer on air sein können.

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