Rosa Spielzeug: Emanzipation ade?

Auf der einen Seite liebliche Prinzessinnen und Feen, auf der anderen kämpferische Superhelden, Dinosaurier und Roboter: die heutige Spielzeugwelt ist ein einziges Rollenklischee. Alexander Goebel fragt nach, wie problematisch das ist.

Spielsachen sind in Sachen Geschlechtertrennung nur die Spitze des Eisbergs: auch bei Kinderkleidung, Naschereien und Getränken setzt das Marketing auf stereotype Zuschreibungen. Demnach sollen Mädchen sich nur mit süßen, niedlichen und hübschen Dingen umgeben, während Buben all das tunlich meiden und sich lieber mit durchsetzungsstarken Charakteren identifizieren sollen. Die resignative Aussage vieler Eltern, warum sie Derartiges kaufen: „Mein Kind wünscht es sich, obwohl ich es nie darin bestärkt habe.“

rosa
colourbox.de

Unbewusstes Belohnen stereotypen Verhaltens

Tatsache ist, dass Kinder schon sehr früh die Reaktion auf ihr Verhalten erfassen. Ein Bub, der bemerkt, dass sensibles Verhalten als unmännlich abgewertet und aggressives Verhalten als positiv gesehen wird, zieht daraus ebenso seine Schlüsse wie das Mädchen, das zur Zurückhaltung ermahnt wird und mit rosa Schleifen im Haar für Entzücken sorgt. Und im Handumdrehen gehen mühsam erkämpfte Bestrebungen nach Geschlechtergerechtigkeit den Bach hinunter und überkommene Rollenmuster werden fortgeschrieben.

Sendungshinweis:

Der Mittwoch Abend
mit Alexander Goebel
19.00 Uhr bis 21.00 Uhr

Glauben Sie, dass die Vorliebe für liebliches rosa Spielzeug Mädchen angeboren ist? Oder spiegeln die Kinderwünsche die heimliche Sehnsucht vieler Erwachsenen nach alten Rollenbildern wider? Versuchen Sie, beim Spielzeugkauf dem Prinzessinnen- und Superhelden-Klischee zu entkommen? Oder haben Sie selbst viel zu viel Spaß daran? Und welche Auswirkungen könnte das auf die Zukunft der Kinder haben?

Diskutieren Sie mit Alexander Goebel über tapfere Feuerwehrmänner und anmutige Tänzerinnen, Marketingstrategien und Umsätze, Selbstbewusstsein und Selbstbild, und wie Eltern ihren Kindern breitgefächerte Möglichkeiten ohne Geschlechterklischees bieten können, ohne ihren Wunsch nach Gruppenzugehörigkeit zu enttäuschen - am Mittwoch Abend, ab 19.00 Uhr, auf Radio Wien!

Alexander Goebel
ORF

Wer live in der Radioshow mitdiskutieren will, kann sich bereits während des Tages am Mittwoch beim Radio-Wien-Servicetelefon unter der Nummer 89 9 95 3 anmelden. Wir bitten um Verständnis, dass nicht alle Anruferinnen und Anrufer on air sein können.

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