Erst streicheln, dann kaufen

Wie erkennt man, ob er frisch ist? Wie halten die Nadeln am besten? Braucht ein Christbaum eigentlich Wasser? Antworten auf die häufigsten Fragen rund um den Weihnachtsbaum gibt Radio Wien-Pflanzenexperte Karl Ploberger.

Beim Kauf sollte man gegen die Nadelrichtung streicheln. Halten die Nadeln, dann ist das ein Zeichen, dass er frisch ist. Bis zum Hl. Abend den Baum kühl aufstellen – am Balkon, im Gartenhaus oder in einer Garage. Den Stamm vor dem endgültigen Fixieren im Christbaumständer zwei Zentimeter anschneiden, damit er wieder Wasser aufnehmen kann. Nach dem Entfernen des Netzes (von unten beginnend) den Baum einige Male fest auf den Boden stoßen, damit sich alle Äste voll entfalten können.

Einen Ständer verwenden, der mit Wasser gefüllt ist. Bäume benötigen pro Tag – je nach Zimmertemperatur bis zu fünf Liter (!) Wasser. Damit sind sie die besten Luftbefeuchter, die es gibt. Ätherische Öle, die von den Bäumen abgegeben werden, sind nicht nur für den weihnachtlichen Duft verantwortlich, sie sind auch gut für unser Wohlbefinden. Je kühler es im Raum ist, desto länger halten sie. Übersprüht man den Baum noch von Zeit zu Zeit mit einem Wasserzerstäuber, wird die Haltbarkeit verlängert.

Sendungshinweis:

„Gut gelaunt in den Tag“, 22. Dezember 2017

Beim Anbringen von Kerzen darauf achten, dass keine Äste in der Nähe der Flamme sind. Zur Sicherheit einen Kübel Wasser in der Nähe des Baumes als „Löschwasser“ aufstellen. Nach dem Fest den Christbaum entweder zur Entsorgung bringen oder: Äste abschneiden und als Sonnenschutz auf die Rosen legen. Im Frühjahr dann häckseln und kompostieren.

Christbäume
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Christbaum-Plantage

Die beliebtesten Christbäume

Der beliebteste Christbaum ist mittlerweile die Nordmannstanne. Sie zeichnet sich durch extreme Haltbarkeit aus. „Stichelig“ ist die Blaufichte – sie verbreitet dafür einen noch intensiveren Duft als die Nordmannstanne. Nicht alltäglich ist die Coloradotanne. Mit ihren langen weichen Nadeln ist sie etwas für Menschen, die das Außergewöhnliche lieben. Ähnlich ist die Kiefer einzustufen. Auch sie zeichnet sich durch besonders intensiven Duft aus. Beinahe „ausgestorben“ ist die Fichte als Christbaum.

Der „lebende“ Christbaum

Ist der Baum in einer Baumschule im Topf kultiviert worden und passt der Aufstellungsort, dann hat man mit dem Christbaum im Blumentopf sicherlich Freude – ansonsten ist es aber Pflanzenquälerei. Die meisten Bäume im Topf sind nämlich erst im Herbst vom Feld geholt worden und mit wenig (bis gar keinen) Wurzeln gepflanzt worden. Steht der Baum im normal temperierten Wohnraum, dann darf er dort höchstens drei bis vier Tage bleiben, sonst treibt er aus. Nach dem Fest sollte der Baum frostfrei bis zum Frühjahr aufgestellt und regelmäßig gegossen werden. Danach kann er gepflanzt werden.

Alle Tipps des Radio-Wien-Pflanzenexperten Karl Ploberger können Sie hier nachlesen.

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