Sieben Sorgen mit Zimmerpflanzen

So kuschelig die langen Herbst- und Winterabende auch sein mögen, für unsere Zimmerpflanzen sind sie ein ziemlicher Stress. Radio Wien-Pflanzenexperte Karl Ploberger hat die Tipps fürs Überleben.

Für Zimmerpflanzen ist der Winter immer schwierig. Zu viele Faktoren wirken sich in dieser Jahreszeit negativ aus. Wenn dann dann auch noch Schädlinge dazu kommen, kann das Ende der Topfpflanzen schneller kommen, als uns lieb ist. Ploberger hat die sieben größten Probleme zusammengefasst und präsentiert auch gleich die Lösungen.

Lichtmangel: Vorhang, Jalousie oder Rollo sind für die Pflanzen im Winter Gift. Für alle das Beste: Ein Südfenster, denn jetzt gilt es jeden Lichtstrahl auszunützen. Selbst Orchideen, wie zum Beispiel die Phalaenopsis, vertragen nun auch diese sonnigsten Plätze.

Wüstenklima: Ist das wohl größte Problem in den zentralgeheizten Räumen. Die Luft ist staubtrocken und bringt die idealen Voraussetzungen für eine Invasion an Spinnmilben. Da hilft nur eins: Große Blumenuntersetzer mit Tongranulat (Seramis oder ähnliches) anfüllen, kleineren Untersetzer mit der Topfpflanze darauf und nun das Granulat kräftig feucht halten. Die Pflanze steht aber nicht im Wasser. Pflanzensprüher helfen auch.

Zimmerpflanzen
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Zugluft: So wichtig der Fensterplatz ist, die kalte Luft beim Lüften oder die eiskalte Fensterbank sind eine große Gefahr. Bei der Stoßlüftung daher die Pflanzen wegstellen und sonst immer ein Stück Styropor als Isolierung unter den Topf.

Staubige Blätter: Staub auf den Blättern ist im Winter besonders lästig. Der Lichtmangel wird verstärkt und für unsere Nasen sind die Staubwolken auch nicht gut. Mit abgestandenem Bier oder Milch, die mit Wasser verdünnt wird, reinigt man alle normalerweise glänzenden Blätter und schon geht es dem Blumenstock besser.

Sendungshinweis:

„Gut gelaunt in den Tag“, 12. Jänner 2018

Invasion der Fliegen: Trauermücken heißen die lästigen Dinger, die sich rund um den Blumentöpfen tummeln. Allerdings nur dort, wo die Erde zu nass gehalten wird. Gerade im Winter ist es wichtig, dass man die Töpfe immer wieder abtrocknen (nicht austrocknen) lässt. Eventuell kann man die oberste Erde entfernen und Tongranulat zwei Zentimeter stark auftragen.

Grauschimmel: Meist keine Krankheit, sondern nur der Kalk aus der Wasserleitung, der hier „ausblüht“. Auch auf Tontöpfen ist er oft zu finden. Da hilft nur Regenwasser oder wenigstens abgestandenes Wasser. Noch besser: Das Kochwasser der Erdäpfel, das enthält auch Mineralien.

Lausige Zeiten: Die einzigen Schädlinge, die jetzt im Zimmer wirklich Probleme machen: Blattläuse, Schildläuse und Wollläuse. Und bei allen hilft das gute, alte Schmierseifenwasser. Gibt man bei den letzteren beiden auch noch Rapsöl dazu und übersprüht die verlausten Pflanzen, ist das Problem schon fast Geschichte.

Alle Tipps des Radio-Wien-Pflanzenexperten Karl Ploberger können Sie hier nachlesen.

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