Zimmerpflanzen starten in den Frühling

Die ersten neuen Blätter schieben sich aus den Knospen, Auslöser ist das Licht. Der richtige Zeitpunkt für Radio-Wien Pflanzenexperten Karl Ploberger die Zimmerpflanzen umzutopfen.

1. Warum umtopfen?
Topfpflanzen müssen mit relativ wenig Erde auskommen. Im Laufe von zwei bis drei Jahren füllen die Wurzeln den Topf, wachsen im Kreis und laugen die Erde aus.

2. Wann wird umgepflanzt?
Das Frühjahr ist der ideale Zeitpunkt, denn nun beginnt das Wachstum. Unbedingt notwendig ist ein Umtopfen, wenn die Wurzeln zu dicht geworden sind.

3. Wie entfernt man den alten Topf?
Pflanze aus dem Topf herausheben. Falls das nicht mehr geht, den Tontopf zerschlagen oder den Plastiktopf herunterschneiden. Verfaulte, vertrocknete und abgestorbene Wurzeln herausschneiden und den Ballen insgesamt lockern und mit einem scharfen Messer etwas verkleinern.

4. Welchen Topf nimmt man?
Die Faustregel sagt: der neue Topf sollte ein bis zwei Zentimeter größer sein, als der alte Topf. Aber bei sehr großen Pflanzen, kann man auch einen gleich großen Topf verwenden und nur die Wurzeln reduzieren. Falls möglich, kann man die Pflanze insgesamt zurückschneiden.

Pflanzen umtopfen
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5. Worin werden die Pflanzen gesetzt?
Qualitäts-Gärtnererde ist der ideale Boden für ein prächtiges Gedeihen. Man muss aber beachten, dass es einige Pflanzen gibt, die Spezialerde benötigen. Das Wichtigste: Die Erde muss alle Hohlräume füllen, daher den Topf mehrmals rütteln und später gut angießen.

6. Wird gleich gedüngt?
Die neuen Dauerdünger, die seit einigen Jahren angeboten werden, sind auch für Topfpflanzen geeignet und können direkt beim Pflanzen eingemischt werden. Biogärtner streuen aber auch Hornspäne in die Erde. Auch etwas Kompost, falls vorhanden, belebt die Erde.

Sendungshinweis:

„Gut gelaunt in den Tag“, 2. März 2018

7. Wie wird gegossen?
Nach dem ersten kräftigen Schluck (zum Einschlämmen) erst dann wieder regelmäßig gießen, wenn sich neues Wachstum zeigt.

8. Erde ist nicht Erde
- Orchideen dürfen niemals in normale Erde gepflanzt werden. Sie benötigen ein Spezialsubstrat aus Rinde und Torfmoos.
- Azaleen oder Kamelien benötigen eine kalkfreie Erde, wie sie zum Beispiel im Moorbeet verwendet wird.
- Kakteen benötigen ein mineralisches Substrat – also viel Kies, Splitt und Sand.

Alle Tipps des Radio-Wien-Pflanzenexperten Karl Ploberger können Sie hier nachlesen.

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