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MI | 10.02 | 01:15
Mitten im Achten (Bild: ORF/Gideon Felix Leitner)
Neue ORF-Serie
"Mitten im Achten" erwacht zum Leben
Am 10. April startet der ORF mit "Mitten im Achten" in neue Zeiten: Eine tägliche heimische Serie ist das Herzstück der ORF-TV-Programmreform. Jetzt haben die Dreharbeiten in Wiener Studios begonnen.
Das komplette Team der neuen Serie "Mitten im Achten" (Bild: APA/HERBERT PFARRHOFER)
"Mitten im Achten" - Die tägliche Serie des ORF ist zu 100 Prozent österreichisch.
100 Prozent Österreich
"Mitten im Achten ist eine 100 Prozent österreichische Serie", erklärte Generaldirektor Alexander Wrabetz bei der Pressekonferenz zur neuen Daily-Comedy-Soap des ORF. Zu Beginn der Serie werden noch ein paar deutsche Kollegen mithelfen. Diese werden dann aber Stück für Stück durch Österreicher ersetzt werden.

Nicht ersetzt werden muss vorerst das 13-köpfige österreichische Schauspiel-Ensemble. Es wird die humorvollen Geschichten dreier Generationen und ihrer ganz normalen Probleme erzählen. Vom Liebesleid in einer Wohngemeinschaft, vom Arbeits- und Beziehungsleben eines Lokalbesitzerpärchens sowie vom Alltag einer fünfköpfigen Familie.

Generationskonflikte, Beziehungschaos, Liebeskummer sind programmiert und werden im Leben der Protagonisten für allerhand Turbulenzen sorgen.
Die Bewohner der WG (Bild: APA/HERBERT PFARRHOFER)
Die Schauplätze
Die junge Wohngemeinschaft wird von einer liebenswürdige Spießerin, einer kreativen Chaotin, einem romantischen Teddybären und einem sexy Ladykiller bewohnt. Bald bekommen sie Zuwachs.

Die WG befindet sich direkt über dem Lokal "Holacek". Dieses wurde erst kürzlich von einem Pärchen neu übernommen und modernisiert. Doch die Existenzgründung der beiden 30-Jährigen fällt nicht so leicht wie geplant. Eine liebenswürdig-verrückte, allein erziehende Kellnerin und ein Sprüche klopfender Stammgast, "der Prohaska", machen das Beisl komplett.

Die Oberhäupter der Familie Steinlechner befinden sich in ihren Vierzigern. Das Paar ist seit 20 Jahren verheiratet und die Beziehung ist etwas eingeschlafen. Allerdings erinnern sie ihre Töchter so oft es geht an die eigene Jugend. Ihr Volljähriger macht seinen Eltern bald klar, dass Kinder erwachsen werden und ihr eigenes Leben führen müssen.
Das Team hinter "Mitten im Achten" (Bild: ORF/Gideon Felix Leitner)
Das Team ist vom Erfolg der Serie überzeugt.
Die größte Wohnung Wiens
Sichtlich gut gelaunt und erleichtert präsentierte sich das Team der Hauptverantwortlichen bei der Pressekonferenz in Wien-Liesing. Der Drehort an der Breitenfurter Straße ist auf Jahre gemietet.

Man rechnet also mit einem "Longrun und nicht mit einem Shortrun", wie Programmdirektor Wolfgang Lorenz bemerkte. Auch der ORF-Generaldirektor sieht die rund 6,5 Millionen Euro gut investiert, die "Mitten im Achten" gekostet haben soll. Lorenz erweiterte das Statement um die Aussage, dass "der Schweiß- und Nervenverbrauch noch ermittelt werden wird."
Mitten in Breitenfurt
Vater und Tocher Rudle alias Steinlechner (Bild: APA/HERBERT PFARRHOFER)
Der Drehort der neuen Serie ist nicht etwa die Josefstadt, sondern eine ehemalige Lagerhalle von Siemens. Diese liegt nicht inmitten der Stadt, sondern in Wien-Liesing. Hier sieht man auch nicht das Rathaus, so wie von der Dachwohnung der Serienfamilie Steinlechner, sondern die Wohntürme von Alt-Erlaa.
Das Stiegenhaus zur WG (Bild: ORF/Gideon Felix Leitner)
Die Studios wurden mit viel Liebe zum Detail in eine Wohnlandschaft verwandelt.
Von echten Studenten beraten
Die Hallen wurden mit viel Mühe und Material zu einem modernen Studiokomplex ausgebaut. "Der Set-Gestaltung ging ein intensiver Research-Prozess voraus", erklärte der verantwortliche Architekt Frank Godt.

Bei der Einrichtung der Räumlichkeiten der Wohngemeinschaft hat sich das Team von echten Studenten beraten lassen. Rein oberflächlich betrachtet, ist derzeit auch alles sehr nah am Original einer Studentenbude. Jedes Zimmer spiegelt den Charakter seines Bewohners wider.

Was bisher noch fehlt, ist das Bewusstsein für Mülltrennung: Eine Papiertonne vermisst man derzeit noch im Hof des Wohnhauses der WG.
Ein Blick auf das Set von "Mitten im Achten". (Bild: ORF/Gideon Felix Leitner)
Die trockenen Tagesthemen werden der Zeit im Bild überlassen. "Wir sind die Witzigen"
Clemens Aufderklamm, seines Zeichens Chefautor der Serie, trat ebenfalls vor die zahlreich erschienenen Presseleute: "Man verblödet ein bisschen bei der Arbeit", bemerkte der Tiroler. Damit bezog er sich wohl eher auf das Blödeln in der Serie: Diese hat nämlich ihren Schwerpunkt in der Comedy.

"Wir sind die Witzigen, und die trockene Tagesaktualität überlassen wir der ZIB", merkte der Chefautor abschließend an.

Damit sich die Geschichten auch spannend weiterentwickeln, stehen Aufderklamm zahlreiche österreichische Jungautoren zur Seite. Die Entwicklung der einzelnen Charaktere steht dabei im Mittelpunkt.
Der Eingang zu den Studios (Bild: ORF/Gideon Felix Leitner)
Hinter dieser unscheinbaren Tür befindet sich die Welt von "Mitten im Achten".
Beinbruch oder Durchbruch?
Max Schmiedl über die Serie: "Durchbruch wird’s keiner. Den hab ich in der zweiten Folge, wo ich eine Wand niederreißen werde."

Fast wäre ihm sein Kollege Martin Maier in der Set-Küche zuvorgekommen. Der Schauspieler, der den coolen Playboy Michi mimt, lief nach dem Fototermin schnellen Schrittes durchs Set. Plötzlich blieb er an einem Küchenkastl hängen und ärgerte sich: "Ah, blöde Kette. So etwas trag ich normal nie!"

Fazit: "Mitten im Achten" bietet einen bunten Reigen an eigenwilligen Figuren mit viel Stoff für Liebe, Eifersucht und Streit. Überzeugen können Sie sich ab 10. April in ORF1.