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SA | 20.03 | 01:19
Panda-Baby Fu Long bei seinem ersten Autritt vor Besuchern (Bild: ORF/sb)
Panda-Baby
Fu Long ließ "fui long" auf sich warten
Kommt er oder nicht? Besucher in Schönbrunn fieberten dem ersten Auftritt Fu Longs entgegen. wien.ORF.at harrte mit eisernen Fans stundenlang aus und verfolgte die ersten öffentlichen Schritte des neuen Stars mit.
Panda-Baby Fu Long bei seinem ersten Autritt vor Besuchern (Bild: ORF/sb)
Fu Longs erste Schritte im Rampenlicht am 30. Jänner 2008.
Besucher auf die Folter gespannt
"Da ist er!" Im Panda-Haus herrschte Mittwochmittag helle Aufregung, als sich Panda-Baby Fu Long fünf Monate nach seiner Geburt zum ersten Mal vor Besuchern zeigte.

Im Blitzlichtgewitter zahlreich erschienener nationaler und internationaler Kameraleute wagte der junge Spross erste Schritte außerhalb seiner Wurfbox.

"Fu Long hat uns lange auf die Folter gespannt, aber das lange Warten hat sich bezahlt gemacht", erzählte Besucherin Jeckye Jetl strahlend, kurz nachdem der neue Star um 13.12 Uhr endlich aus seinem Nest kroch - wenn auch nur für wenige Augenblicke.
Erste Besucher beim Eingang des Tiergartens (Bild: ORF/sb)
Bild: ORF/sb
Um neun Uhr morgens kamen die ersten Besucher nach Schönbrunn.
"Warte, bis er kommt"
Als um neun Uhr die Pforten des Tiergartens öffneten, strömten die ersten Fans des flauschigen Wonneproppens ins Zoogelände. Zu den rund zwölf Besuchern zählte auch die Wienerin Jetl.

"Ich bin gespannt, ob er sich zeigt. Bis er kommt, warte ich", sagte sie in der Früh voller Hoffnung. Ihre Kamera hielt sie für alle Fälle griffbereit. Den Weg ins Panda-Haus fand sie problemlos, immerhin "schaue ich zwei bis dreimal die Woche im Zoo vorbei", verriet sie.
Panda-Baby Fu Long bei seinem ersten Autritt vor Besuchern (Bild: ORF/sb)
Nur wenige Sekunden dauerte sein erster Auftritt.
Verschlafener erster Auftritt
Ihre Kamera kam an diesem Vormittag nicht zum Einsatz - zumindest vorerst nicht. Denn außer Schlafen hatte Fu Long bis in die Mittagsstunden nichts im Sinn. Bis zu 18 Stunden pro Tag verbringt der kleine Panda-Bär im Land der Träume.

"Die Chancen stehen schlecht, dass er genau dann rauskommt, wenn ich da bin", sagte eine Frau. Enttäuscht war sie deswegen nicht. Wie auch alle anderen wartenden Besucher übte auch sie sich in Geduld.

Seit Monaten sind die Augen der Presse und neugierigen Besucher auf die stählerne Tür gerichtet, die Wurfbox und Schauraum miteinander verbindet. Immer mit der Hoffnung, einen ersten Blick auf den Sprössling werden zu können.
Besucher im Panda-Haus (Bild: ORF/sb)
Seit Monaten wurde sein erster Auftritt sehnsüchtig erwartet. Fu Long nimmt Aufregung locker
Die Aufregung um seine Person nimmt Fu Long gelassen, der 75 Zentimeter lange Panda-Bär hatte in den vergangenen Monaten keine Eile, sich der sehnsüchtig wartenden Öffentlichkeit zu zeigen.

Selbst als sich das Panda-Haus langsam mit Besuchern aller Altersklassen füllte und Securitys für Ordnung einschritten, schlummerte Fu Long weiter.

Und auch als Mama Yang Yang genüsslich ihr Frühstück verzehrte, sich ein Nickerchen gönnte und bereitwillig vor den Augen der Kameraleute posierte, fehlte jede Spur von Fu Long.
Panda-Mama Yang Yang genießt ihr Frühstück (Bild: ORF/sb)
Das Außengelände des Panda-Hauses mit Bildschirmen (Bild: ORF/sb)
Bildschirme senden Live-Bilder von Fu Long von seiner Innenbox nach Außen.
Anstellsystem für künftigen Ansturm
"Das Panda-Baby schläft noch. Es liegt in der Höhle der Wurfbox, die Pfoten vor die Augen gelegt", erklärte Tierpflegerin Evelyin Dungl in den Vormittagsstunden. "Den ersten Ansturm hat Fu Long also verschlafen", lachte sie.

Verschlafen war auch der Andrang der Besucher in den Vormittagsstunden. Das eigens angebrachten Anstellsystem mit Bildschirmen, die Live-Bilder von Fu Long aus der Box nach draußen transportieren, kam vorerst nicht zum Einsatz.

"Wir haben mit keinem größeren Andrang für den ersten Tag gerechnet, weil wir keine Garantie abgeben können, ob Fu Long tatsächlich aus seinem Nest kriecht", erklärte Dungl.
Fu Long und seine Mama Yang Yang (Bild: ORF/sb)
Ein lautes, seufzendes "Nein" ging bei Fu Longs Abgang durch die Menschenmenge. Schnupperte zwei Mal Luft im Schauraum
Was er schließlich doch noch tat: Um kurz nach 13.00 Uhr tappte Fu Long mit wackeligen Schritten in den Schauraum.

"Endlich!", freuten sich die Anwesenden, versuchten einen Blick oder ein Bild von Panda-Baby zu erhaschen, das nach einem kurzen Auftritt von Mama Yang Yang geschnappt und zurück in die Box gebracht wurde.

Da half selbst das seufzende "Oh, nein!" von Jeckye Jetl und den anderen Anwesenden nichts. "Yang Yang ist noch verunsichert, mutiger ist hingegen Fu Long - ganz wie sein Papa", verriet Dungl. Und so wagte sich der Kleine kurze Zeit später gegen den Willen seiner Mama noch einmal hinaus - diesmal ein ganzes Stück länger. So gab es an diesem Tag doch noch eine echte "Sternstunde" in Schönbrunn.
Stephanie Burtscher, wien.ORF.at