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Schauspieler Ben Becker (Bild: Dpa/ Peer Grimm)
LESUNG
Bibelstunde mit Ben Becker
Nach großem Erfolg von "Die Bibel" kehrt Ben Becker Anfang nächsten Jahres mit der Bühnenshow zurück. Als Missionar will er sich aber nicht verstanden wissen.
Ab Jänner geht Ben Becker auf Tour, die ihn auch nach Wien führt. Vom "Tod" zum Bibel-Vorleser
Ben Becker kennen Kulturbegeisterte hierzulande - abgesehen von regelmäßigen Fernseheinsätzen und Filmrollen in "Comedian Harmonists" und "Marlene" - von seinem Mitwirken bei den Salzburger Festspielen.

Als "Tod" stand der deutsche Schauspieler neben Peter Simonischek in "Jederman" im Sommer auf der Bühne. Auch 2010 schlüpft er wieder in diese Rolle.

Mit Glaubensinhalten konfrontiert ist Becker nicht nur als "Tod". "Die Bibel - eine gesprochene Symphonie" heißt sein aktuelles Bühnenprogramm, mit dem er ab Jänner zum zweiten Mal auf Tour gehen wird. Auch in der Wiener Stadthalle schaut er am 4. Februar 2010 im Rahmen seiner Tour für einen Auftritt vorbei.
Schauspieler Ben Becker (Bild: Dpa/ Peer Grimm)
Eine dreistündige Show mit Geschichten aus dem Neuen und Alten Testament. Besuch in Messen und Bibel-TV
Seine ersten Bibellesungen für gute Zwecke im vergangenen Jahr sind beim Publikum wie eine Bombe eingeschlagen. Aus diesem Grund hat sich Ben Becker gemeinsam mit einem befreundeten Theologen unter Aufsicht der deutschen Bibelgesellschaft daran gemacht, ein Bühnenprogramm zu diesem Thema zusammen zu stellen.

Recherchiert hat der bis dahin nach eigenen Angaben bibelunkundige Schauspieler nicht nur im "Buch der Bücher". Unzählige Messen-Besuche standen am Programm, zu Hause hat er Bibel-TV geschaut, um sein Wissen über die "Heilige Schrift" zu verbessern.

Herausgekommen ist eine dreistündige Bühnenshow voller Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament. Unterstützung bekommt Ben Becker von einem 80-köpfigen Symphonieorchester. Auch jede Menge von Bibelstoff inspirierter Songs von Dolly Parton bis Johnny Cash sind Teil der Show.
Schauspieler Ben Becker (Bild: Dpa/ Patrick Seeger)
Unterhaltung auch für ein nicht-religiöses Publikum steht im Vordergrund.
"Ich will nicht missionieren"
Einer der Gründe, sich der Bibelkost zu widmen, waren für den 44-jährigen Berliner die vielen im "ältesten Buch der Kulturgeschichte" enthaltenen Geschichten rund um Adam und Eva, Kain und Abel oder Moses, die ihn als Literaturbegeisterten neugierig gemacht haben.

Für Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt gilt die Bibel als Wegweiser, es ist das meistgelesene Buch. "Aber ich komme aus einem Künstlerhaushalt. Da las man nicht so viel in der Bibel". Sein Fazit, nachdem er die mehrere Hundert Seiten umfassenden Lektüre zu Ende hatte: "Man findet alles in diesem Buch!"

Mit seiner Show will er dem Publikum das Buch näher bringen, "das jeder kennt, aber keiner richtig". Erzählungen von Verrat und Zügellosigkeit, Thriller, Sex und Chrime setzt er einen Abend lang in Szene. Die Menschen zu missionieren, liegt ihm jedoch fern. Im Vordergrund steht viel mehr Unterhaltung - auch für ein nicht-religiöses Publikum.