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Bläser (Bild: Fotolia/Kalle Kolodziej)
Vorschau
Kulturhighlights 2010 in Wien
Auch heuer machen Shows in der Stadthalle, Konzerte, Opern, Theater und Ausstellungen Wien zu einer Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Auch auf legendäre, alljährliche Events kann man sich wieder freuen.
Life Ball Eröffnung 2009 (Bild: Life Ball/Andreas Kolarik)
Jährliche Events von Juni bis November.
Jedes Jahr ein Muss
Das 27. Donauinselfest läutet heuer von 25. bis 27. Juni wieder die heiße Jahreszeit ein. Auch der Life Ball wird heuer heißer als sonst. Denn das Anti-Aids-Event findet 2010 nicht mehr im Mai, sondern im Juli statt. Es steht dieses Jahr ganz im Zeichen des Elements Erde.

Im September zeigen im Museumsquartier bei der Vienna Fashion Week österreichische und internationale Designer wieder, was in Sachen Mode alles möglich ist.

Der Oktober hält bei der Vienna Design Week schräge Stücke bereit: Hier präsentieren Designer neben Mode auch Möbel und andere Exponate, an denen sie sich kreativ austoben. Auf Oktober und November können sich alle Filmbegeisterte freuen: Für diese Zeit ist die Viennale geplant.
Stadthallen-Events von Jänner bis März. Stadthalle: Musicals und Pferdeshow
In der Show "Thriller" lebt Michael Jackson in der Stadthalle weiter. Das Musical führt von 19. bis 31. Jänner durch die beeindruckende Karriere des King of Pop.

Die Show Apassionata verspricht Pferdefans im Februar magische Begegnungen zwischen Pferden und Reitern unter dem Motto "Zauber der Freiheit".

Wer jedes "Welt-Musical" einmal erleben möchte, kann dies an nur einem Abend bei der "Best of Musicals"-Show. Szenen und Songs aus "Phantom der Oper", "Mamma Mia", "König der Löwen", "We will rock you" und anderen erfolgreichen Musicals, sind Anfang März in der Stadthalle zu erleben.
Die Menge umjubelt Michael Jackson in Thriller-Live (Bild: BBC Promotion GmbH)
Stadthallen-Events von März bis Juni. Dinos, Wrestler und Eric Clapton
Ende März besetzen urzeitliche Giganten die Wiener Stadthalle. In der Show "Dinosaurier" verfolgen die Zuseher fleischfressende Dinosaurier bei ihrer Beutejagd und Pflanzenfresser dabei, wie sie ihre Angreifer in die Flucht schlagen.

Im April lehren bei der "Wrestlemania Revenge Tour" Wrestler ihren Gegnern das Fürchten. Im März dreht sich alles um Kevin Costner und seine Western-Band "Modern West". In Berlin bewies der Hollywood-Star bereits, dass er nicht nur auf der Leinwand bezaubern kann. Hier war das Publikum jedenfalls begeistert.

Der Auftritt von Gitarrenheld Eric Clapton mit Rockröhre Steve Winwoods wird bereits als "Treffen der Giganten" betitelt. Nach dem Auftritt im Februar 2009 im Madison Square Garden folgte eine Tournee durch Amerika und Grobritannien mit Abstechern in Japan und Australien, bevor die beiden im Juni für ein Konzert Wien besuchen.
Geburts- und Todestage 2010
- Februar: 200. Geburtstag von Chopin
- April: 100. Todestag von Mark Twain,
500. Todestag von Botticelli

- Juni: 200. Geburtstag von Robert Schumann
- Juli: 150. Geburtstag von Gustav Mahler,
400. Todestag von Caravaggio
- August: 100. Geburtstag von Max Weiler

- September: 100. Todestag von Rousseau
150. Todestag von Arthur Schopenhauer
- November: 100. Todestag von Tolstoi
Lang Lang am Klavier (Bild: APA/Robert Vos)
Konzert, Oper und Ballett von Jänner bis Februar.
Konzerte und andere "Klassiker"
Das Konzerthaus legt beim "Festival der Resonanzen" im Jänner den Schwerpunkt auf Frankreich. Jordi Savall und Ton Koopman eröffnen die "Resonanzen" mit einem Kammermusikkonzert. Die beiden traten bisher noch nie im Konzerthaus auf.

In der Staatsoper ist im Februar eine Neuinterpretation des Medea-Stoffes zu sehen. Die wilde und verzweifelte Medea trennt sich von ihrem einst heiß geliebten Mann, tötet sogar ihre Kinder und ist mit allen verfeindet. Aribert Reimann nahm sich dieses Stoffes an und schrieb für die Staatsoper seine eigene Interpretation des Medea-Mythos.

Der Musikverein bittet im Februar Pianisten Lang Lang zu Klavier. Sonaten von Beethoven und Prokofjew sowie Werke von Albéniz stehen am Programm.
Konzert, Oper und Ballett von März bis Mai. Ballett für Jung und Alt
Die Ballettneuproduktion "Ein Sommernachtstraum" wird ab März in der Staatsoper geträumt. Der Wunsch nach einem neuen abendfüllenden Handlungsballett wurde von Gyula Harangozó an Jorma Elo herangetragen. Dieser zählt zu den international Gefragtesten im heutigen Ballettschaffen.

Das Ballett "Coppelia" folgt im April. Die Geschichte des skurrilen Puppenmachers mit humorvoller Choreographie wird auch für junges Publikum empfohlen. In der Volksoper soll der „Nussknacker" mit Weihnachtsfest, Spielzeug- und Comicfiguren sowie Eleven der Ballettschule der Staatsoper auch bei jungen Zusehern Begeisterung für das klassische Ballett wecken.

Nach Medea im Februar kommt im Mai eine weitere starke Frau in die Staatsoper: Carmen. Die Rolle der für viele vorbildhafte und freie, für andere liebesunfähige Frau singt Elina Garanca. Anna Netrebko verkörpert die Rolle der Michaela.
Aliya Tanikpaeva und Andrian Fadeyev im Ballett "Der Nussknacker" (Bild: APA/Helmut Fohringer)
Archivbild des Queen-Frontmans Freddie Murcery (Bild: APA/rf/jub)
Konzert, Oper und Ballett von Mai bis Juni.
Kammermusik, Tanz und Fest für Alban Berg
Im März bringt das ORF Radio Sinfonie Orchester unter Bertrand de Billy Friedrich Cerhas Kammermusik für Orchester zur Aufführung. Das Auftragswerk der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien wird im Musikverein uraufgeführt.

In der Volksoper will Choreograph Ben van Cauwenbergh in einer „Tanzhommage an Queen“ die Vitalität der Queen-Songs in die Sprache des Tanzes übersetzen. 20 Jahre, bis zum Aids-Tod ihres Frontmans Freddie Murcery, bestand die Kultband.

Die Wiener Festwochen von Mai bis Juni sind heuer ein Fest für Alban Berg. Unter Intendant Luc Bondy kommen 49 Produktionen aus 23 Ländern, darunter fünf Uraufführungen, auf die Bühne. Wegen des Schwerpunkts Alban Berg wird die Oper "Lulu" gezeigt. Rimini Protokoll bringt mit dem Stück "100 Prozent Wien" 100 Wiener auf die Bühne.
Theater im Jänner und Februar. Theater von der Akademie bis zur Burg
Das Burgtheater startet im Jänner unter anderem gleich mit einer österreichischen Erstaufführung. "Immanuel Kant", ein Theater von Thomas Bernhard, behandelt den Philosophen auf leicht schräge Weise.

Im Februar bringt das Theater in der Josefstadt "Moser" vom österreichischen Schriftsteller Franzobel. Als "Wiener Charlie Chaplin" bezeichnet Franzobel das "Denkmal" Hans Moser.

"Mit seiner kauzigen Art, seinem watschelnden Gang, seinem G'schau und dem berühmten Nuscheln verkörpert er den hierzulande gängigen Eigensinn, die unbestechliche Souveränität des kleinen Mannes", so der Autor.
Hans Moser mit Jane Tilden (Bild: APA/ORF/Jae)
Szene mit Lambert Hamel und Sunny Melles aus "Geschichten aus dem Wiener Wald" (Bild: APA/Franz Neumayr)
Theater im April und Juli.
Bei der Uraufführung noch durchgefallen
Im April erzählt das Akademietheater "Geschichten aus dem Wiener Wald". Ödön von Horvaths Stück fiel bei seiner Uraufführung 1930 noch vollkommen durch den Rost. Denn das Volksstück, das, dem Titel nach, nach heiteren Schwerzen und lustiger Handlung klingt, hat mit Kindsmord, Unglück und Gefängnis zu tun.

Die Klänge der "Fledermaus" fliegen im Juli durch das Theater an der Wien. Die Strauß-Operette unter der musikalischen Leitung von Cornelius Meister ist mit dem Radio Sinfonie Orchester Wien und dem Arnold Schönbergchor hochkarätig besetzt.
"Mercedes-Benz 300 SL Coupé" von Andy Warhol  (Bild: Daimler Kunst Sammlung /VBK Wien)
Ausstellungen von Jänner bis März.
Ausstellungs-ABC: Albertina, Belvedere, Cars
Die Albertina beginnt das Jahr 2010 unter anderem mit der Ausstellung "Cars. Warhol, Fleury, Longo, Szarek". Die Künstler Andy Warhol, Sylvie Fleury, Robert Longo und Vincent Szarek setzten sich einst mit der Geschichte, den Typen und dem Design der Mercedes Benz-Gefährte auseinander. Die dabei entstandenen Arbeiten besitzt nun die Daimler Kunstsammlung.

Im Februar beschäftigt sich das Belvedere in der Ausstellung "Prinz Eugen - Feldherr, Philosoph und Kunstfreund" mit dem bedeutendsten Feldherren Österreichs. Zur Entstehung des Belvederes, seiner Sommerresidenz, trug er maßgeblich bei.

Im März feiert das Theatermuseum Gustav Mahlers 150. Geburtstag. Mit dem Programm "Gustav Mahler und Wien" wird der Einfluss Mahlers auf Wien und der Wiens auf Mahler beleuchtet. Neben dem Jubiläum des Komponisten, Dirigenten und Hofoperndirektors wird auch die Wiederöffnung des Museums nach der Renovierung gefeiert.
Ausstellungen im April und Mai. Intellekt der Kunst und Glamour des Pop
Das Hofmobiliendepot geht im April dem "Phänomen Ikea" nach. Das Unternehmen aus Schweden mutierte vom Ein-Mann-Betrieb seit 1943 zum größten Einrichtungskonzern der Welt.

Die Kunsthalle Wien begibt sich im Mai auf die Spuren Laurie Andersons. Die amerikanische Künstlerin wurde mit der Single "O Superman" 1981 berühmt. Zuvor kannte man sie als Performance-Künstlerin mit schrägen Ideen. So führte sie beispielsweise eine Symphonie aus Autohupengeräuschen auf oder musizierte auf einem Eisblock stehend so lange bis dieser geschmolzen war.

Anderson will den intellektuellen Anspruch der Kunst mit dem Glamour des Pop verbinden. Ihre Künstlerkarriere verbringt sie daher sowohl in Galerien und Museen, als auch auf Konzertbühnen des Pop.
"Nackte Frau mit Vogel und Flötenspieler" von Pablo Picasso (Bild: Albertina/Fotostudio Heinz Preute, Vaduz)
Ausstellungen von Juni bis Oktober. Picasso und die Politik
Künstlerische Programme werden im MUMOK wissenschaftlichen Konzepten gegenübergestellt. "Kunst und Wissenschaft in der Moderne" heißt die Ausstellung, die im Juni beginnt.

In der Albertina wird Pablo Picasso im September wieder eine Ausstellung gewidmet. "Picasso: Frieden und Freiheit" hat den bisher wenig beachteten politischen Teil Picassos Leben zum Thema. Er war bis zu seinem Tod Aushängeschild der kommunistischen Partei Frankreichs. Sein Denken war stets vom Wunsch nach Friede und Freiheit geprägt. Dies drückt er mit einer weißen Taube in vielen seiner Werke aus.

Das Kunsthistorische Museum widmet dem Künstler Hans von Aachen eine eigene Ausstellung. "Hans von Aachen - Hofkünstler in Europa" ist ab Oktober zu sehen.