Fünffacher Bankräuber verhaftet
Am 27. August 2010 hatte der 43-Jährige mit den Banküberfällen begonnen. Nach vier weiteren Überfällen wurde er am Montag in einem Spielcasino in der Wiener Leopoldstadt festgenommen. Als Motiv nannte der Beschäftigungslose Geldsorgen. Die Beute lag laut Polizei im mittleren sechsstelligen Bereich, der Mann hatte das Geld für einen Autokauf, Elektronikartikel und Einrichtungsgegenstände verwendet.
Pistolenattrappe in Wohnung sichergestellt
Geringe Teile der Beute wurden in der Wohnung des 43-Jährigen sichergestellt. Auch eine selbst gebastelte Pistolenattrappe, die der Täter bei den Überfällen verwendet hatte, wurde entdeckt.
Die Kriminalbeamten hatten den Verdächtigen schon länger im Visier gehabt. Auffällig war, dass alle seine Tatorte in unmittelbarer Nähe einer U3-Station lagen. Auch die Wohnung des Mannes lag in der Nähe der U3.

APA/Polizei Wien
Bild aus Überwachungskamera bei Banküberfall in Wien am 13. Oktober 2011
Zwei Überfälle an einem Tag
Am 13. Oktober überfiel der Mann gleich zwei Banken. Zunächst konnte er in einem Geldinstitut in der Mariahilfer Straße keine Beute machen, die von ihm bedrohte Bankangestellte hatte sich weggedreht, worauf der Mann die Filiale verließ. In einer Bank in der Hütteldorfer Straße wurde dem Mann dann Geld ausgehändigt.
Die weiteren Überfälle lagen bereits Monate zurück. Am 19. April 2011 hatte der 43-Jährige eine Bankfiliale in der Hütteldorfer Straße überfallen, im Jänner 2011 eine Bank in der Simmeringer Hauptstraße. Die gleiche Bank hatte er am 27. August bei seinem ersten Überfall ausgewählt.
Bis zur Vorwoche gab es in Wien heuer 32 Banküberfälle, im Vergleichszeitraum des Vorjahrs waren es 31 gewesen.

Polizei Wien
Mit dieser Pistolenattrappe war der Mann unterwegs
Publiziert am 18.10.2011

