Spielsucht: Zahl der Beratungen steigt

Die Spielsuchthilfe verzeichnet einen Anstieg an Menschen, die sich beraten und behandeln lassen wollen. Betroffen sind vor allem Personen, die an Automaten spielen. Viele kommen schon als Jugendliche mit dem Spiel in Berührung.

Laut Schätzungen sind in Wien bis zu 40.000 Menschen von Spielsucht betroffen. Die meisten sind süchtig auf Automatenspiel. Fast die Hälfte kam schon als Jugendliche damit in Berührung, so Izabela Horodecki, Leiterin der Spielsuchthilfe. Laut Gesetz ist das Spielen erst ab 18 erlaubt, „aber das wurde leider zu wenig umgesetzt und zu wenig kontrolliert“ so Horodecki gegenüber „Radio Wien“.

In manchen Lokalen dürfte überhaupt nicht kontrolliert werden, Horodecki verwies etwa auf Einrichtungen, „in denen keine Mitarbeiter vorhanden sind, da ist die Kontrolle nicht vorhanden“.

Spielsucht Auslöser für Kriminalität

50 Prozent der jugendlichen Straftäter, die in der Justizanstalt Gerasdorf eine Haftstrafe verbüßen, sitzen wegen Beschaffungskriminalität. Auslöser dafür war in diesen Fällen die Finanzierung der Spielsucht. Ab 2015 werden in Wien zumindest keine neuen Konzessionen für Spielautomaten mehr vergeben, den Anstoss dafür hatte ein Antrag auf dem SPÖ-Parteitag 2011 gegeben - mehr dazu in Neuer SPÖ-Antrag zu Glücksspielverbot (wien.ORF.at; 21.8.2012).

In der Reinprechtsdorfer Straße in Margareten kämpft eine Bürgerinitiative gegen Spielautomaten. 90 Automaten dürfen im ganzen Bezirk aufgestellt werden, 85 sind es laut Bürgerinitiative allein in der Reinprechtsdorfer Straße - mehr dazu in Initiative bekämpft Glücksspiel (wien.ORF.at; 22.7.2013).

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