Tom Cruise zeigte sich Fans

Der US-amerikanische Filmstar Tom Cruise ist am Mittwoch in Wien gelandet. In der Staatsoper wird er für den fünften Teil der Action-Serie „Mission: Impossible“ vor der Kamera stehen. Er schaute bei der Oper vorbei und zeigte sich den Fans.

Kurz nach 11.30 Uhr war der Hollywood-Star mit seinem Flugzeug in Wien gelandet. Auf dem Programm stand zunächst eine Stadtbesichtigung mit einem Zwischenstopp in der Staatsoper. Cruise begrüßte Mitglieder der Crew auf dem Dach der Oper und testete bereits einige Stunts, die in den kommenden Tagen gedreht werden.

Video: Tom Cruise mit Fans vor der Wiener Staatsoper

In der Oper beginnen am Montag die Dreharbeiten für „Mission: Impossible 5“. Insgesamt soll der bekennende Wien-Fan Cruise bis zu zehn Tage in der Bundeshauptstadt bleiben, wobei er von seinen Kostars Simon Pegg und Jeremy Renner sekundiert wird. Neben dem Dreh in der Oper sind noch weitere Locations in Planung, die geheim gehalten werden. Eine davon dürfte der neue WU-Campus sein.

Stuntproben bereits angelaufen

An der Oper selbst sind jeweils in den Nächten von Sonntag bis Mittwoch Szenen angesetzt, da für den Film lediglich Nachtszenen benötigt werden. Allerdings ist die Oper bereits seit Montag von Lkws belagert. Die Stuntproben für den Streifen von Regisseur Christopher McQuarrie, dessen Plot noch nicht bekannt ist, laufen bereits.

Schon im Juli seien für die Dreharbeiten Komparsen gecastet worden. Anschließend werde in London weitergedreht. In die Kinos soll der Film Ende 2015 kommen. Derzeit dient der WU-Campus auch als Filmset für den Quantenthriller „Deus Ex Machina“ mit Sam Neill als Bösewicht. Der neue Campus der Wirtschaftsuni zwischen Messe und Prater in Wien-Leopoldstadt wurde vergangenen Herbst eröffnet. Herzstück der sechs Gebäudekomplexe ist das von Zaha Hadid geplante Library and Learning Center.

„Unbezahlbarer Werbewert“

Glücklich über den großen Fisch ist man bei der Vienna Film Commission, wo man seit Oktober des Vorjahres daran gearbeitet hat, die Dreharbeiten nach Wien zu bringen. Dabei erhält das Actionsequel von städtischer Seite keine Förderung, sondern lediglich über den beim Wirtschaftsministerium angesiedelten FISA-Topf. „Der Werbewert für die Stadt“ sei „unbezahlbar“, unterstrich Film-Commission-Chefin Marijana Stoisits.

Dank dem zweiten Großprojekt nach der Klimt-Restitutionsgeschichte „Woman in Gold“ könne man bereits heute sagen, dass 2014 das erfolgreichste Jahr seit Bestehen der Vienna Film Commission werde. In jedem Falle sei „Mission: Impossible 5“ die aufwendigste Produktion in Wien seit dem James-Bond-Streifen „Der Hauch des Todes“ 1986.

Der Bauarbeiter Andreas Klas nahm das erste Video auf:

Verkehrsbehinderungen während der Dreharbeiten

Allein 230 Crewmitglieder kommen für den Dreh, wobei die Produktion der Filmfirma Paramount geschätzte vier Millionen Euro in Wien lassen wird. Die Kooperationsbereitschaft der städtischen Verwaltung sei dabei nahezu unglaublich, verbat sich Stoisits das sonst übliche Schimpfen auf die Beamtenschaft.

In jedem Falle ist während der Dreharbeiten mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Vor der Oper werden laut ÖAMTC in den Nächten des 24., 25. und 26. August zumindest temporär die Ringstraße zwischen Schwarzenbergplatz und Babenbergerstraße sowie Teile der Kärntner Straße, Operngasse und der Philharmonikerstraße für Autofahrer gesperrt. Entsprechend müssen auch die Wiener Linien von Sonntag bis Dienstag (26. August) ab etwa 19.30 Uhr die Straßenbahnlinien 1, 2, D, 71 und die Autobuslinie 59A sowie bis 28. August zahlreiche Nachtautobuslinien umleiten.

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